Millionenpleite eines ambitionierten Sportwagen-Händlers
Insolvenz im Burgenland (Symbolbild)
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Die Rede ist von Firma RSR Vermietungs- und Handels GmbH mit Sitz in Greinbach, Steiermark. Sie hat am Landesgericht Graz den Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens gestellt. Das bestätigt der Österreichische Verband Creditreform dem KURIER. Das Unternehmen wurde 2017 gegründet und ist auf den Handel mit und auf Vermietung von hochpreisigen Luxus- und Sportwagen spezialisiert.
Der Hintergrund
"Die Ursachen des wirtschaftlichen Niedergangs bzw. der wirtschaftlichen Probleme werden in der generell schwierigen wirtschaftlichen Situation, sowie der aktuellen Marktentwicklung gesehen. Nachdem das Unternehmen sich mit dem Handel mit hochpreisigen Luxus- und Sportwagen beschäftigt, sei man besonders anfällig für externe Störungen wie z.B. konjunkturelle Schwankungen, Veränderungen im Konsumverhalten oder regulatorische Eingriffe. Die Branche sei insgesamt durch eine hohe Wettbewerbsintensität, starke Preisschwankungen und eine geringe Planbarkeit geprägt", so der AKV. "Im Zuge der allgemein wirtschaftlichen Situation sein man zudem mit zahlreichen Stornierungen von Bestellungen und Forderungsausfällen konfrontiert gewesen. Die ausgebliebenen Zahlungen hätten sich negativ auf Liquidität und Betriebsergebnis ausgewirkt und die Planung und Durchführung weiterer Geschäfte erheblich erschwert. Außergerichtliche Sanierungsbemühungen seien gescheitert."
Die Schulden
"Die Passiva (Buchwerte) werden mit 3,963 Euro beziffert, wobei der wesentliche Teil der Verbindlichkeiten gegenüber finanzierenden Banken und Leasinggesellschaften besteht", heißt es weiters. 2Festzuhalten ist, dass das Unternehmen derzeit über einen Warenbestand von 58 Fahrzeugen verfügt, wobei hievon lediglich 7 Fahrzeuge im Eigentum stehen. Die übrigen Fahrzeuge befinden sich im Fremdeigentum (Leasing). Es bleibt abzuwarten, in welchem Umfang aus der Verwertung der leasingfinanzierten Fahrzeuge die jeweils offenen Salden abgedeckt werden können."
Keine Zukunft
„Die Fortführung des Unternehmens und Sanierung ist nicht beabsichtigt. Laut Berechnungen der Schuldnerin soll die Verteilungsquote für die Gläubiger bei rund 7 Prozent liegen“, heißt es weiters.
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