Millionenpleite einen bekannten Büromaterial-Großhändlers
Insolvenz im Burgenland (Symbolbild)
„Als Hauptinsolvenzursache gibt man an, dass man Opfer eines Diebstahls - durchgeführt von einem ehemaligen Dienstnehmer - wurde. Trotz dessen Verurteilung konnte der entstandene Schaden von rund 160.000 Euro nicht mehr gutgemacht werden und die Finanzierung der letzten Sanierungsplan-Rate war nicht mehr möglich", zitiert der KSV1870 aus dem Insolvenzantrag.
Die Rede ist von der Firma Printberry Distribution GmbH mit Sitz in Linz. Sie hat am Landesgericht Linz den Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung gestellt. Das bestätigt Iris Scharitzer vom Österreichischen Verband Creditreform dem KURIER.
Das Unternehmen beschäftigt sich mit dem Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten und peripheren Einheiten, insbesondere für Drucker- und Tonerzubehör und sonstiges Büromaterial.
Schulden und Vermögen
Die freien Aktiva betragen 25.000 Euro, die Schulden 4,3 Millionen Euro.
Der Hintergrund
„Über das Unternehmen war bereits seit dem Jahr 2023 in einem Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden, das Anfang 2024 aufgehoben wurde. Der dort von der Gläubigermehrheit angenommene Sanierungsplan von 20 %, zahlbar 5 % binnen 14 Tagen, weitere 5 % binnen 12 Monaten und letztmalig 10 % binnen 24 Monaten, konnte von der Schuldnerin nur zur Hälfte (erste beiden Raten zu insgesamt 10 %) erfüllt werden“, heißt es weiters. „Deshalb lebt ein Teil der im Vorverfahren angemeldeten Forderung mit der jetzigen Konkurseröffnung wieder auf.“
Kommentare