Millionenpleite eines ambitionierten Immobilienentwicklers

Die Verbindlichkeiten werden mit rund 20,3 Millionen Euro beziffert.
Stempel "Insolvenz" auf Papier

Die österreichische Immobilienbranche steht massiv unter Druck. Jeden Tag geht zumindest eine Handvoll Unternehmen pleite. So auch die SIEBEN DÖRFER IMMOBILIEN GmbH mit Sitz in Wien. Sie hat laut AKV die Eröffnung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung am Handelsgericht Wien beantragt. Sie beschäftigt derzeit keine Mitarbeiter.

„Die Antragstellerin wurde im Jahr 2008 gegründet und ist als Immobiliengesellschaft schwerpunktmäßig im Bereich der Entwicklung, Vermietung und Verwertung von Immobilienprojekten tätig. Das Geschäftsmodell basiert im Kern auf der Generierung von Mieteinnahmen sowie der Realisierung von Gewinnen aus Objektverkäufen“, heißt es weiters. Die Immobilienprojekte sind in Wien, Graz, Velden und Mondsee.

Die Insolvenzursachen

"Das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz führt die Antragstellerin auf die zinsreduzierte Liquiditätskrise, Stagnation am Immobilienmarkt sowie Fixkostenbelastung durch Leistungsbezug, da die Antragstellerin kein eigenes Personal beschäftigt“, so der AKV. „Sämtliche operativen Leistungen werden von verbundenen Unternehmen (insbesondere der Holdinggesellschaft MaBau Beteiligungs GmbH) zugekauft.“

Schulden und Vermögen

Die Verbindlichkeiten werden mit rund 20,3 Millionen Euro beziffert. Zu den Aktiva gehören Beteiligungen an mehreren Liegenschaften. 

Die Zukunft

Das schuldnerische Unternehmen soll fortgeführt und über einen Sanierungsplan entschuldet werden. Den Gläubigern soll 30 Prozent Quote geboten werden. Die zur Erfüllung des Sanierungsplans erforderlichen Mittel sollen aus dem Verkauf der schuldnerischen Liegenschaften und der Unternehmensfortführung erwirtschaftet werden“, so der AKV. „Die laufende operative Liquidität der Antragstellerin wird durch die Mieteinnahmen aus jenen Liegenschaften, welche nicht verkauft werden sollen, sichergestellt.“

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