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Insolvenz
02/01/2021

Millionenpleite einer namhaften Forschungsgesellschaft

Die Gesellschaft ist im Bereich der umwelt-und menschenfreundlichen Mobilität tätig.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

„Das schuldnerische Unternehmen arbeitet überwiegend an EU-geförderten Projekten. Es handelt sich um Projekte, bei denen grundsätzlich nur tatsächlich erbrachte Aufwände abgedeckt werden. Solche Projekte sind mit erheblichem Abrechnungsaufwand und langen Vorlaufzeiten verbunden“, zitiert der KSV1870 aus dem Insolvenzantrag.  „So war das Jahr 2020 für das schuldnerische Unternehmen in mehrfacher Hinsicht herausfordernd. Aufgrund der Covid-19-Pandemie fielen viele der Kleinprojekte aus. Veranstaltungen konnten über weite Zeiträume des Jahres gar nicht durchgeführt werden bzw. war die Planungssicherheit nicht ausreichend gegeben, um die Veranstaltungen erfolgreich durchzuführen.“ Nachsatz: „Hinzu kam, dass die Schuldnerin Projekte nicht gewinnen konnte, für die sie sich beworben hat. Gesetzte Umstrukturierungsmaßnahmen zur Gegensteuerung dieser Entwicklung konnten den Ausfall der EU-Projekte für das Jahr 2021 nicht abfedern und da nicht ausreichend neue Projekte bereits fixiert sind, kann das schuldnerische Unternehmen den Unternehmensbetrieb nicht aufrechterhalten.“

Die Rede ist von der Forschungsgesellschaft Mobilität-Austrian Mobility Research FGM – Amor gemeinnützige Gesellschaft m.b.H., einem im Jahr 2002 gegründeten Verein.

Der Sitz des Unternehmens befindet sich in Graz. Die Gesellschaft ist im Bereich der umwelt-und menschenfreundlichen Mobilität tätig. Im schuldnerischen Unternehmen sind 27 Dienstnehmer beschäftigt.
 

Schulden und Vermögen

Die Verbindlichkeiten werden mit rund 1,884 Millionen beziffert, davon entfallen 170.000 Euro auf Bankverbindlichkeiten. „auf welche im Jahr 2013 ein Forderungsverzicht abgegeben wurde, jedoch dürfte die Vereinbarung ein Wiederaufleben im Falle der Insolvenzeröffnung vorsehen“.

„Dies wird im Detail zu klären sein, da bei diesem Bankinstitut auch ein Barguthaben in der Höhe von 212.000 Euro vorhanden ist“, so der AKV. Einschließlich dieses Barguthabens betragen die Aktiva 250.000 Euro, sodass sich eine Überschuldung von in Höhe von 1,634 Millionen Euro errechnet.

"Eine Fortführung des Unternehmens ist nicht beabsichtigt, weil keine neuen Projekte zu erwarten sind", heißt es weiter. "Aus diesem Grund stimmt man auch bereits im Insolvenzantrag einer Schließung des Unternehmens."

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