Dieses Bild ist relativ eindeutig, doch ein anderes Bild einer Ziegelmauer sorgt derzeit für Diskussionen im Netz

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Wirtschaft
12/02/2021

Millionenpleite einer Baufirma

Die Verbindlichkeiten betragen 4,491 Millionen Euro, davon entfallen 3,92 Millionen Euro auf Lieferanten.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

"Ursache für die Insolvenz ist der Umstand, dass das Unternehmen der Antragstellerin selbst einen enormen Forderungsausfall und zwar bei einem Bauvorhaben in der Kandlgasse in Wien und zudem bei einer Baustelle in der Elisabethstraße einen enormen Verlust aufgrund von Fehlkalkulationen zu beklagen hat“, heiß es im Insolvenzantrag der RG Regional-Bau GmbH mit Sitz in Lebring. Sie hat am Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung angemeldet. Den Gläubigern soll 20 Prozent Quote geboten werden.

„Die nunmehrige Insolvenzschuldnerin übt das Baugewerbe aus und ist seit 2017 unternehmerisch tätig“, heißt es dazu von Creditreform. Es sind rund 140 Gläubiger und 23 Arbeitnehmer von der Insolvenz laut KSV1870 betroffen.

Die Verbindlichkeiten betragen laut AKV  4,491 Millionen, wobei 3,92 Millionen Euro auf Lieferanten entfallen. "Im Übrigen bestehen vor allem Steuer- und Abgabenrückstände, bemerkenswert ist, dass kaum Bankverbindlichkeiten gegeben sein sollen", heißt es weiter.

"An Aktiva werden insbesondere Schalungselemente sowie Gerüste mit einem Wert von 50.000 Euro genannt, hinsichtlich des genutzten Maschinenparks dürfte eine Leasingkonstruktion gegeben sein", weiß man beim AKV. "Wesentlicher Aktivposten sind jedoch nach dem Insolvenzantrag offene sowie fällige Forderungen aus Bauvorhaben in der Höhe von rund 1,4 Millionen Euro. Die Aktiva werden sohin mit 1,5 Millionen Euro in Ansatz gebracht."

Die Vorgeschichte

Bereits im Jahr 2019 betrugen die Verbindlichkeiten rund 4,5 Millionen Euro. Dazu nahm das Unternehmen auch im Firmenbuch Stellung: " Im Anlagevermögen des Unternehmens sind stille Reserven enthalten, welche die Höhe des negativen Eigenkapitals überschreiten. Eine Überschuldung des Unternehmens im Sinne des Insolvenzrechts liegt daher nicht vor." Der Bilanzverlust betrug 2019 159.200 Euro, der Verlustvortrag 428.200 Euro.Das negative Eigenkapital wurde mit 154.200 Euro beziffert.

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