Wirtschaft
21.06.2017

Diese Städte sind für Expats am teuersten

Luanda ist laut Mercer-Studie die teuerste City für im Ausland arbeitende Mitarbeiter, dahinter folgen Hongkong und Tokio. Wien auf Rang 78.

Die angolanische Hauptstadt Luanda, Hongkong sowie Tokio sind die weltweit teuersten Städte für von Firmen ins Ausland entsandte Mitarbeiter ("Expats"). Wien belegt in diesem Ranking Platz 78, nach Rang 54 im Jahr davor, erhob das Beratungsunternehmen Mercer.

Mercer hat die Preise für über 200 Produkte und Dienstleistungen, darunter zum Beispiel Kosten für die Unterkunft, öffentliche Verkehrsmittel, Lebensmittel, Kleidung, Haushaltswaren und Freizeitangebote, in über 400 Städten auf fünf Kontinenten miteinander verglichen.

"Die schwache Notierung der europäischen Währungen gegenüber dem US-Dollar macht sich auch im Hinblick auf die Städte im Nachbarland Deutschland bemerkbar", so die Studienautoren. So seien auch die fünf teuersten deutsche Städte München (98), Frankfurt (117), Berlin (120), Düsseldorf (122) und Hamburg (125) im Ranking um durchschnittlich fast 20 Plätze gegenüber 2016 abgerutscht.

Die Schweiz muss man sich leisten können

Anders sieht es in der Schweiz aus: Mit Zürich (4), Genf (7) und Bern (10) zählen drei Schweizer Städte zu den teuersten Metropolen weltweit. Unter den Top Ten sind neben Hongkong und Tokio auch die asiatischen Städte Singapur (5), Seoul (6) und Shanghai (8) vertreten. Weltweit am günstigsten ist Tunis.

Rang 2017 (2016) Stadt Land
1 2 Luanda Angola
2 1 Hongkong Hongkong
3 5 Tokio Japan
4 3 Zürich Schweiz
5 4 Singapur Singapur
6 15 Seoul Südkorea
7 8 Genf Schweiz
8 7 Shanghai China
9 11 New York City USA
10 13 Bern Schweiz

Rubel und Real

Währungsschwankungen bzw. geopolitische Krisen waren auch in anderen Ländern spürbar. Die Stärkung des russischen Rubel etwa hat die Städte Moskau (14) und St. Petersburg (36) um 53 bzw. 116 Plätze nach oben in die Top 50 katapultiert. Sao Paulo (27) und Rio de Janeiro (56), die letztes Jahr noch die Plätze 128 und 156 belegten, erlebten eine ähnliche Entwicklung aufgrund der Kursverbesserungen des brasilianischen Real.

In Kairo wiederum hat sich der enorme Wertverlust des ägyptischen Pfund gegenüber dem US-Dollar bemerkbar gemacht. Die Stadt ist um 92 Plätze auf Rang 183 gefallen. "Besonders auffällig sind in diesem Jahr die Auswirkungen durch geopolitische und innerstaatliche Krisen, die zu einem Preisverfall in der Türkei, Ägypten und zahlreichen afrikanischen Ländern geführt haben", so Ulrike Hellenkamp, Expertin für Auslandsentsendungen bei Mercer.

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