Mengenrabatt auch für Mitarbeiter

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Foto: RFSole/Fotolia Mit dem neuen Crowdfunding-Gesetz sind alle, die es betrifft, großteils zufrieden.

Neues Modell: Gemeinnützige Organisationen sollen davon profitieren.


Dass eine Einkaufsgemeinschaft bessere Preise erzielt als wenn jeder einzeln bestellt, ist bekannt. Joachim Schreiber hat dieses Konzept bereits vor zwei Jahren umgesetzt und eine Einkaufsgruppe für gemeinnützige Vereine, Non-Profit-Organisationen sowie für die außeruniversitäre Forschung initiiert.

Es ginge ihm darum, die Marktmacht dieser Gruppe zu bündeln, um in den Genuss besserer Preise zu kommen und das nach sozialen und ökologischen Kriterien. „Bei uns spart man sich Geld, obwohl man die grünere Alternative wählt“, sagt Schreiber. Das sei gerade in einem Bereich sehr wichtig, der oft nur über eine dünne Kapitaldecke verfüge und insbesondere bei der Verwendung von Drittmitteln, also Spendengelder, ganz genau hinsehen müsse. Aktuell hat die Einkaufsgemeinschaft rund 50 Partnerunternehmen und mehr als 20 „grüne“ Lieferanten.

Steuerfreie Gehaltserhöhung

Jetzt geht Schreiber noch einen Schritt weiter. Von der neu vorgestellten kostenpflichtigen Premium-Mitgliedschaft können nicht nur die teilnehmenden Vereine sondern auch deren Mitarbeiter profitieren. Die vergünstigten Tarife reichen von Ökostrom über Car-Sharing bis hin zu Versicherungen oder Freizeitangeboten zum Studententarif. Die erzielbaren Einsparungen für die Mitarbeiter entsprächen einer bis zu vierstelligen steuerfreien Gehaltserhöhung, ist Schreiber überzeugt. So könnten Einkommensdifferenzen von Mitarbeitern in einem Bereich ausgeglichen werden, bei dem der Dienst an der Gemeinschaft im Vordergrund steht und oft viel weniger verdient wird, als in Wirtschaftsbetrieben.

Expansion

Allein das Potenzial in Österreich ist groß: Rund 120.000 Vereine und zahlreiche Forschungsorganisationen gibt es im Land. Um das Projekt weiterzuentwickeln und das Konzept auch in andere Länder zu exportieren, sammelt Joachim Schreiber über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo weiteres Kapital.

(Kurier) Erstellt am
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