Wirtschaft
19.10.2017

Mängel bei Sicherheitschecks: Nissan stoppt Produktion

Die Produktion steht zwei Wochen still. Es wird erwogen, 34.000 Fahrzeuge zurückzurufen.

Der Skandal um unzulängliche Sicherheitschecks bei der Endabnahme in der Autoproduktion hat für Nissan weitreichende Folgen. Der zweitgrößte japanische Autobauer kündigte am Donnerstag an, die Produktion in sämtlichen inländischen Werken für voraussichtlich zwei Wochen zu stoppen, weil bei Untersuchungen erneut Mängel bei der Endkontrolle festgestellt worden seien.

Nissan-Chef Hiroto Saikawa sagte, es werde mindestens zwei Wochen dauern, um den Problemen auf den Grund zu gehen und die Abläufe zu verbessern. Es werde erwogen, weitere 34.000 Fahrzeuge zurückzurufen.

Auch Partner Renault hat Probleme

Nissan hatte unlängst bereits den Rückruf von mehr als 1,2 Millionen Autos angekündigt, weil diese in den vergangenen drei Jahren von nicht autorisierten Inspektoren abgenommen wurden. Im Rahmen der Ermittlungen des japanischen Verkehrsministeriums wurden zwei Autofabriken durchsucht. Nissan stellte im vergangenen Jahr 386.000 Fahrzeuge für den heimischen Markt her.

Der Produktionsstopp machte auch dem mit Nissan verbundenen französischen Partner Renault zu schaffen. Die Aktien des französischen Autobauers fielen am Donnerstag um bis zu drei Prozent.