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Lohn- und Sozialdumping: Finanz beantragte 5,3 Millionen Euro Strafe

Im Vorjahr wurden insgesamt 1.327 ausländische Betriebe kontrolliert, Zahl der Verdachtsfälle blieb stabil.
Finanzpolizei

Die Finanzpolizei hat im Vorjahr im Bereich Lohn- und Sozialdumping 1.327 ausländische Betriebe kontrolliert. Dabei wurden 3.691 entsandte oder überlassene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer überprüft, teilten Finanz- und Sozialministerium in einer Aussendung am Samstag mit. Bei 274 Fällen gab es einen Verdacht auf zu niedrige Entlohnung. Insgesamt beantragte die Finanzpolizei im Vorjahr Geldstrafen in Höhe von rund 5,37 Millionen Euro.

Verdachtsfälle stabil, Geldstrafen gestiegen

Die Zahl der Verdachtsfälle blieb den Angaben zufolge stabil. Angestiegen sind die ausgesprochenen Geldstrafen. 433 Strafanträge gab es wegen Nichtbereithaltens oder Nichtbereitstellens von Lohnunterlagen.

2026 werden die Kontrollmaßnahmen auf Basis der Risikoanalyse fortgesetzt, hieß es. Besonders geprüft werden Straßentransport, Bau- und Baunebengewerbe, Security und Eventbranche sowie Hotel, Gastronomie und Tourismus. In diesen Branchen herrsche ein erhöhtes Risiko für Lohn- und Sozialdumping. Auch grenznahe Einsätze soll es weiterhin geben. Die Finanzpolizei ist im Amt für Betrugsbekämpfung angesiedelt.

„Keine Toleranz bei Steuerbetrug“

„Durch die Bekämpfung von Steuer- und Abgabenbetrug stärken wir alle Steuerehrlichen“, sagte Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ): „Aus diesem Grund gilt: Keine Toleranz bei Steuerbetrug.“ Ähnlich äußerte sich Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ): „Die konsequente Arbeit der Finanzpolizei und die enge Zusammenarbeit aller Kontrollbehörden sind entscheidend, um Lohn- und Sozialdumping wirksam zu bekämpfen.“

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