Liechtenstein will Schweiz als Finanzplatz überholen

APA/Karl-Josef Hildenbrand/dpaAPA2670028-2 - 01082010 - SCHAAN - LIECHTENSTEIN: ZU APA 094 II - Das Landesschild des Fürstentums Liechtenstein am Grenzübergang Schaanwald, Lichtenstein.  (Archivfoto vom 17.02.2008).  Die Entdeckung der Konten des verstorb
Foto: APA/Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Konkurrenzkampf

Wettlauf um die Milliarden der Heuschrecken-Fonds: Das Fürstentum Liechtenstein glaubt mit der raschen Umsetzung einer EU-Richtlinie für Hedge-Fonds (bekannt als "Heuschrecken") der Schweiz den Rang als einer der weltweit führenden Finanzplätze für solche Fonds ablaufen zu können. Während Liechtenstein die Richtlinie bereits umsetzt, erwarten Experten, dass die Schweiz erst 2015 so weit sein wird. Diese Zeit will Liechtenstein nutzen.

Wie das deutsche Handelsblatt berichtet, hat eine Studie von PriceWaterhouse ergeben, dass nun 400 Hedge-Fonds-Manager ihre Firmen von der Schweiz nach Liechtenstein verlegen könnten. 870 Milliarden Franken (723 Milliarden Euro) könnten damit aus der Schweiz ins Fürstentum fließen. Die EU-Richtlinie, die die Regierung in Vaduz so schnell übernimmt, besagt, dass Hedge-Fonds, Immobilienfonds oder Private-Equity-(Beteiligungskapital)-Firmen nur Geschäfte mit Kunden in der EU machen dürfen, wenn sie diese Vorschrift einhalten. Ab 2013 dürfen Fondsmanager in der EU nur noch mit dieser Zulassung tätig sein.

(kurier) Erstellt am
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