Wirtschaft 18.03.2016

Letzter VW Phaeton in Dresden vom Band gelaufen

© Bild: VW

Die gläserne Manufaktur wird zum Schaufenster für Elektromobiliät und Digitalisierung.

Es war eines der Prestigeprojekte von Ferdinand Piech. Die gläserne Manufaktur in Dresden. Eine Designer-Autofabrik mit riesigen Glasflächen, Parkettboden und penibel sauber. Alles für ein anderes Prestigeprojekt von VW, den Phaeton. Eine Luxuslimousine, mit der man BMW und Mercedes Konkurrenz machen wollte.

Allein, der große Erfolg wollte sich nicht einstellen - trotz technischen Feinheiten wie zugfreier Klimaanlage oder den aufwendig konstruierten W12-Motoren. Zumindest in Europa blieb der Phaeton ein eher seltenes Exemplar, anders in China, wo der große VW durchaus gern bestellt wurde.

Was in Erinnerung blieb, war letztendlich, dass der Phaeton jenes Auto war, mit dem 2008 Jörg Haider tödlich verunglückte.

Heute, am 18.März, hat der letzte VW Phaeton die Fabrik in Dresden verlassen: Ein schwarz Lackierter mit 4motion und 4,2l-Motor mit 335 PS.

Die Autoproduktion in Dresden ist damit zu Ende. Vorläufig, wie man bei VW betont. Es soll einen Nachfolger geben, aber mit Elektroantrieb.

Das Gelände in Dresden wird nun umgebaut. Am Standort Dresden werden rund 100 Mitarbeiter weiter beschäftigt. Weitere 400 Mitarbeiter werden vorübergehend vornehmlich in Zwickau, aber auch an anderen Konzernstandorten eingesetzt. Der Volkswagen Standort Dresden eröffnet am 8. April als "Schaufenster der Marke" Volkswagen für Elektromobilität und Digitalisierung. Die Besucher können auf spielerische, interaktive und informative Art die Zukunft der Mobilität hautnah erleben. Die Manufaktur wird ab dem 29. März für zehn Tage umgebaut.

( kurier.at , and ) Erstellt am 18.03.2016