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AK schlägt Alarm: Österreich-Aufschlag sorgt für enorme Preis-Unterschiede

Die Arbeiterkammer verglich Lebensmittel-Preise in Deutschland und Österreich. Einzelne Artikel waren bis zu 70 Prozent teurer.
Eine Hand hält einen Kassenbon neben Brot, Eiern, Salat und Vollmilch.

Zusammenfassung

  • Die Arbeiterkammer kritisiert, dass identische Markenlebensmittel in Österreich im Schnitt 26 Prozent teurer sind als in Deutschland.
  • Einzelne Produkte wie Eis, Reis, Linsen, Kaffeepads und Chips kosten in Österreich bis zu 93 Prozent mehr als bei den deutschen Vergleichsshops.
  • Die AK fordert ein Ende des "Österreich-Aufschlags" und begrüßt politische Initiativen auf nationaler und EU-Ebene zur Angleichung der Preise.

Preisalarm beim Lebensmitteleinkauf schlägt die Arbeiterkammer. Im Schnitt seien idente Lebensmittel um 26 Prozent teurer als in Deutschland, kritisiert die AK den "Österreich-Aufschlag". Einzelne Waren lagen weit über dem Schnitt - so etwa eine bestimmte Sorte Eis (70 Prozent), Reis (43 Prozent), Linsen (51 Prozent), Kaffeepads (84 Prozent) und Chips (93 Prozent). 81 Prozent der 69 untersuchten Markenprodukte sind hierzulande teurer, 10 Prozent billiger, der Rest gleichauf.

Die Erhebung erfolgte Anfang Mai in den österreichischen Webshops von Billa und Interspar sowie in den deutschen Online-Shops von Rewe und Globus. Verglichen wurden etwa Calippo Cola Eis von Eskimo (525 ml Schachtel), Basmati Reis im Beutel von Ben's (500 g), Linsen von Bonduelle (400 g), Kaffeepads von Lavazza (18 Stück) und Crunchips Paprika von Lorenz (150 g). Einzelne Produkte kosteten sogar fast das Doppelte.

Alle Preise wurden den Angaben zufolge inklusive Mehrwertsteuer erhoben, die sich in Österreich auf 10 bzw. 20 Prozent und in Deutschland auf 7 bzw. 19 Prozent beläuft. Aktionen sind berücksichtigt, jedoch keine Vorteilspreise oder Mengenrabatte für Inhaberinnen und Inhaber von Kundenkarten.

Auch netto um rund 22 Prozent teurer

Auch netto - ohne Umsatzsteuer - waren in Österreich für idente Markenlebensmittel um durchschnittlich rund 22 Prozent mehr als in Deutschland zu bezahlen.

Die Preisvergleiche der Arbeiterkammer zeigten regelmäßig einen Österreich-Aufschlag, betonte die AK am Dienstag in einer Aussendung. "Diese Praxis gehört abgestellt - dafür setzt sich die AK schon seit langem vehement ein - auch auf EU-Ebene", teilte Gabriele Zgubic, Leiterin AK Konsument:innenpolitik, mit. Die AK begrüße ausdrücklich, dass es sowohl im österreichischen Regierungsprogramm als auch in der EU-Binnenmarktstrategie "endlich ein Bekenntnis dazu gibt, diesen Aufschlag abzuschaffen und die Konsument:innen in Österreich nicht länger zu benachteiligen".

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