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02/04/2019

Kein Auftrag ohne Bonitätsprüfung

Wie ein Sanierungsunternehmen für Gebäudeschäden dafür sorgt, dass aus Schaden wieder Freude wird.

Schicken Buchhalter eine Rechnung auf den Weg, dann haben sie optimalerweise schon lange vorher eine Sache erledigt - nämlich geprüft, ob der Kunde auch zahlen kann. Die SANAG, ein Sanierungsbetrieb für Brand-, Wasser- und Sturmschäden und KSV1870 Mitglied, schaut sich das ganz genau an. Denn offene Forderungen können schnell empfindlich hohe Ausfälle nach sich ziehen. "Wir haben Aufträge in der Höhe von bis zu einer Million Euro, insbesondere, wenn ein Feuer gewütet hat. Würde eine Zahlung ausfallen, dann täte uns das finanziell meist sehr weh“, so der Geschäftsführer Gerhard Aigner, der die Verantwortung für 30 Mitarbeiter trägt und 2018 einen Umsatz von 5,8 Millionen Euro erwirtschaftet hat.

Eckdaten abklären

„Wie viele Betriebe haben auch wir in jungen Jahren unsere Erfahrungen gemacht. Daher gehören Bonitätsprüfungen heute zur Routine und sind auch Teil der kaufmännischen Sorgfalt“, so der SANAG-Chef. Der Zeitpunkt der Abfrage ist bei der SANAG unterschiedlich. Es kann vor Vertragsabschluss, aber auch gleich beim Erstkontakt sein. „Denn ich habe festgestellt, dass es am Telefon hochprofessionell wirkt, wenn der potenzielle Auftraggeber wahrnimmt, dass ich über ihn informiert bin. Oft ist auch gar nicht klar, um wen es sich eigentlich handelt – Wohnungsinhaber, Hausverwaltung oder doch den Mieter? Bonitäts- und Grundbuchinformationen sind für mich daher bei KSV1870 Abfragen besonders wichtig. Im Rahmen der Mitgliedschaft sind bereits 18 Bonitätsauskünfte enthalten.

"Bei guter Bonität gehen wir auch in Vorleistung"

 

Gerhard Aigner, Geschäftsführer SANAG

Vorleistung will verdient sein

Kommt bei unserer Prüfung heraus, dass es mit der Zahlungsfähigkeit bedeutend besser aussehen könnte, dann verändert das Sanierungsunternehmen die Zahlungsmodalitäten und setzt auf Zug um Zug. „Wir verlangen Anzahlungen oder schicken Teilrechnungen. Im Extremfall stellen wir die Leistung erst fertig, wenn die Zahlung eingelangt ist. Bei guter Bonität gehen wir aber auch in Vorleistung“, so Aigner. Das Buchhaltungsteam hat eine Vorgehensweise, je nach Bonität des Kunden. Auf diese Weise hat es der Betrieb geschafft, die Ausfallquote bei 0,1 Prozent zu halten – ein Wert, der in der Baubranche beachtlich ist.

Jeder Ratingpunkt zählt

Natürlich weiß der SANAG-Chef, dass umgekehrt auch Lieferanten über ihn in der KSV1870 Datenbank abfragen. „Ein gutes Rating ist im Geschäftsleben wichtig. Auch deshalb sind wir Skontozahler und legen Wert auf gepflegte Geschäftsbeziehungen“, so der Unternehmer, der bekennt, dass er bei den Wirtschaftsauskunfteien um jeden Ratingpunkt kämpft. „Die Bonität muss einfach passen. Das ist kein Selbstzweck, sondern auch im Umgang mit finanzierenden Stellen ein Kriterium, von dem viel abhängt.“