Ein Kran der Firma Palfinger.

┬ę PALFINGER AG

Wirtschaft

Kranbauer Palfinger hievt sich wie prognostiziert in Richtung Rekordjahr

Nach drei Quartalen wurden schon Mittelfristziele bis 2024 angehoben. Taskforce wegen Lieferkettenproblemen.

10/29/2021, 09:10 AM

Der b├Ârsennotierte Kranbauer Palfinger steuert - wie vom Vorstandschef k├╝rzlich angek├╝ndigt und von den neuesten Unternehmenszahlen best├Ątigt - auf ein neues Rekordjahr zu. Der Umsatz liegt nach drei Quartalen im Gesch├Ąftsjahr 2021 bei 1,34 Mrd. Euro um 21,3 Prozent ├╝ber dem Vorjahres-Vergleichszeitraum. Das Konzernergebnis liegt mit 71,4 Mio. Euro um 124,5 Prozent ├╝ber dem Vorjahreswert. Damit wurden die bisherigen Rekordergebnisse aus 2019 auch recht deutlich ├╝bertroffen.

Der Rekord beim Umsatz und Ergebnis ist auf das positive globale Wirtschaftsumfeld zur├╝ckzuf├╝hren, teilte Palfinger am Freitag mit. Man profitiere weiter von der Hochkonjunktur und dem positiven Marktumfeld. Das Unternehmen verzeichne in nahezu allen Produktlinien und Regionen Rekordauftragseing├Ąnge. Im dritten Quartal sicherte sich Palfinger zudem einen Folgegro├čauftrag in Thailand ├╝ber die Lieferung von 148 Ladekranen an die staatliche Provincial Electricity Authority.

Materialengp├Ąsse

Mit dem Erwerb einer Technologie f├╝r Offshore Passenger Transfer Systeme baue man auch die Position als Komplettanbieter im Offshorebereich aus. Im Coronajahr 2020 hatte die Firma mit Sitz in Bergheim bei Salzburg noch R├╝ckg├Ąnge gegen├╝ber dem Jahr davor zu verdauen.

Die weltweiten Materialengp├Ąsse und Beeintr├Ąchtigungen der Lieferketten gehen auch an den Salzburger Kranbauern nicht spurlos vorbei. Auch deren Produktion ist laut Angaben vom Freitag betroffen. Es gebe einen erh├Âhten zus├Ątzlichen Aufwand im Kapazit├Ątsmanagement. "Palfinger hat dazu eine eigene Supply Chain Taskforce implementiert, um alle zuk├╝nftigen Einschr├Ąnkungen zu bew├Ąltigen und das Produktionsvolumen sicherzustellen", so Vorstandschef Andreas Klauser.

Wegen der gestiegenen Rohstoffkosten hat auch Palfinger heuer seine Preise schrittweise deutlich angehoben. Auf die starke Nachfrage hatte das keine negativen Auswirkungen, auch wurden keine Auftr├Ąge storniert.

Positive Aussichten

Heuer investiert Palfinger rund 130 Mio. Euro, "um die Kapazit├Ąten f├╝r zuk├╝nftiges Wachstum und h├Âhere Effizienz zu sichern". Dazu z├Ąhle auch der Erwerb der Zentrale in Bergheim bei Salzburg. Die weiteren Aussichten beurteilt Klauser trotz der Knappheit von Materialien und Komponenten positiv: "Unsere Auftragsb├╝cher sichern uns eine gute Visibilit├Ąt und Auslastung bis in das zweite Quartal 2022". F├╝rs heurige Gesamtjahr strebt der Hebevorrichtungsspezialist einen Umsatz von mehr als 1,75 Mrd. Euro und ein EBIT von mehr als 150 Mio. Euro an.

Auf dieser Basis sind die Mittelfrist-Finanzziele 2024 erh├Âht worden. Im Jahr 2024 sollen 2,3 Mrd. Euro Umsatz ├╝ber organisches Wachstum erreicht werden. Ziel ist weiter eine EBIT-Marge von 10 Prozent.

Im laufenden Jahr erh├Âhte sich das EBITDA nach drei Quartalen gegen├╝ber dem Vergleichszeitraum 2020 um 34,2 Prozent auf 188,3 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg von 70,6 Mio. Euro per Ende des dritten Quartals 2020 auf nun 125,4 Mio. Euro. Die Nettofinanzverschuldung sank von 459 Mio. auf 421 Mio. Euro.

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