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Ideenschmiede für KMU startet 7 neue Forschungsprojekte

Das Netzwerk Austrian Cooperative Research widmet sich mit neuer Förderung u.a. neuen Energielösungen und Schädlingsbekämpfung.
Getreidewanzen können für Landwirte zu einem großen Problem werden. Ein ACR-Projekt widmet sich ihrer Früherkennung.

Zusammenfassung

  • Das Forschungsnetzwerk Austrian Cooperative Research (ACR) betreut nach 2.000 neuen Kunden nun knapp 15.000 KMU, erzielte 2024 einen Umsatz von 87 Millionen Euro und beschäftigt 840 Mitarbeiter.
  • Für sieben neue, interdisziplinäre Forschungsprojekte stellt der Staat 2,4 Millionen Euro bereit, darunter Vorhaben zu Gebäudesanierung, Energiesystemen, CO₂-Bindung, Recycling, Schädlingsfrüherkennung und Materialprüfung.
  • ACR positioniert sich als anwendungsorientierter Forschungspartner für kleine und mittlere Unternehmen und als Schnittstelle für den Transfer wissenschaftlicher Expertise in die Wirtschaft.

Das Forschungsnetzwerk Austrian Cooperative Research hat Bilanz über das vergangene Geschäftsjahr gezogen und neue Projekte angekündigt. ACR besteht aus 19 Instituten und hat vor allem kleine und mittelständische Unternehmen aus Österreich als Kunden. 2025 kamen 2.000 neue dazu, wodurch ACR nun knapp 15.000 KMU zur Kundschaft zählt. Die gesamte Gruppe kam im Vorjahr auf einen Umsatz von 87 Millionen Euro und beschäftigte 840 Mitarbeiter.

„KMU sind das Rückgrat unserer Wirtschaft“

„Wenn wir den Standort Österreich stärken wollen, müssen wir dort ansetzen, wo unsere Wirtschaft täglich Leistung bringt: bei den kleinen und mittleren Unternehmen. KMU sind das Rückgrat unserer Wirtschaft – sie schaffen Arbeitsplätze, halten Wertschöpfung in den Regionen und stehen für Innovation aus der Praxis“, sagen Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Staatssekretärin Elisabeth Zehetner. Die ACR-Institute seien dafür ein wichtiger Partner.

2,4 Millionen Euro für 7 Projekte

Für die aktuelle Ausschreibung wurden sieben neue Projekte ausgewählt, die mit 2,4 Millionen Euro staatlich gefördert werden. Alle Projekte werden in Konsortien von mehreren ACR-Instituten durchgeführt und zeichnen sich durch einen stark interdisziplinären Charakter aus. Ihre Laufzeit beträgt zwei bis drei Jahre.

  • Das Projekt SeSanData (Leitung: AEE INTEC) widmet sich der seriellen Sanierung von Gebäuden mittels vorgefertigter Fassaden- und Dachelemente.
  • Bei QU-STORE (GET) geht es um den Aufbau eines gemeinsamen Energiesystems auf Mikroquartiersebene, bei dem Photovoltaik, Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur verschmelzen.
  • Die Früherkennung von schädlichen Mikroorganismen wie Schimmelpilzen mittels auf Papier gedruckten Sensoren steht bei sensePrintLab (HFA) im Fokus.
  • C2B - Carbon zu Business (IWI) heißt ein Projekt, bei dem eine standardisierte, praxistaugliche Methode für die Entwicklung von Geschäftsmodellen rund um die Bindung und Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre entwickelt wird.
  • Bei UlraAIOpt (ÖGI) geht es um die Prüfung von recycelten Legierungen mittels Ultraschall, um diese breitflächiger nutzbar zu machen.
  • INSPECT (VG) widmet sich der Früherkennung von Insekten wie Getreidewanzen im Weizenanbau mittels Hyperspektralkameras und KI.
  • Um eine neuartige Testmethode zur Analyse von Reibung zwischen metall- und polymerbasierten Bauteilen in kalter Umgebung geht es im Projekt AICE-LAB (V-Research).

Diffusion wissenschaftlicher Expertise in die Wirtschaft

„Die Arbeit der ACR-Institute zielt stets darauf ab, konkrete Herausforderungen aus der Wirtschaft nachhaltig zu lösen. Diese Anwendungsorientierung ist für Unternehmen von unschätzbarem Wert“, ist ACR-Präsidentin Iris Filzwieser überzeugt. Laut ACR-Geschäftsführerin Sonja Sheikh leistet das Netzwerk einen wichtigen Beitrag zur breiten Diffusion wissenschaftlicher Expertise in die Wirtschaft.

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