© Gerhard Schmolke/Woom

Wirtschaft
07/01/2021

Woom verdoppelt Belegschaft und vereint Geschäftssitze in Österreich

Fahrradhersteller auf Expansionskurs- Woom führt Produktionsstätten zusammen und setzt auf internationalen Austausch.

Der österreichische Kinderfahrradhersteller woom verdoppelt seine Inlands-Belegschaft im Lauf des nächsten Jahres auf 200 Personen. Bis Mitte 2022 werden laut Eigenangaben 300 Personen weltweit bei woom beschäftigt sein.

Damit setzt woom seine Expansion fort: Die Covid-Zeit führte laut Unternehmen zu Lieferschwierigkeiten bei Fahrradkomponenten, Ausfällen im internationalen Warenverkehr und langen Wartezeiten für Kundinnen und Kunden.

Um diesen Engpässen entgegenzusteuern, eröffnete woom mit seinem deutschen Partner Sprick Cycles eine neue Produktionsstätte im polnischen Świebodzin. Am 1. Juli 2021 führt woom zudem sein Mutterunternehmen woom Europe mit Sitz in Klosterneuburg bei Wien und den Generalimporteur woom USA in einem Unternehmen zusammen.

Durch die Fusion erwarten sich die Geschäftsführer eine Optimierung von Kundenservice und User Experience nach US-amerikanischem Vorbild und einen intensiven internationalen Austausch.

"Kindern die Liebe zum Radfahren vermitteln" 

"Mit diesem Brückenschlag bündeln wir unsere Stärken", so Gründer Marcus Ihlenfeld.

Das Unternehmen setzt in den USA etwa 50.000 Kinderräder jährlich ab, knapp ein Sechstel der Gesamtproduktion

Marcus Ihlenfeld und Christian Bezdeka gründeten das Unternehmen im Jahr 2013 in einer Garage in Wien, und Ihlenfelds Bruder Mathias ein Jahr später woom USA in Austin, Texas. Heute ist jedes dritte neu gekaufte Kinderfahrrad in Österreich ein woom-bike.

Der Fahrradhersteller ist in 30 Ländern präsent, vor allem in der DACH-Region und in den USA. Die jährliche Wachstumsrate liegt deutlich über 50 Prozent.

2020 holte woom eine Investorengruppe rund um Bregal Unternehmerkapital, Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner und den österreichischen Investor Stefan Kalteis ins Boot. Im selben Jahr wurde mit mehr als 200.000 verkauften Kinderfahrrädern, eine Steigerung von 63 Prozent gegenüber 2019 verzeichnet.

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