Wirtschaft | Karriere
30.03.2017

Stress-Abbau am Arbeitsplatz durch Bewegung und Pausen

Viele fühlen sich durch die Anforderungen im Job gestresst, im schlimmsten Fall endet das im Burn-out. Arbeitgeber, die für Bewegung ihrer Mitarbeiter, Auszeiten und Massagen sorgen, tun sich selbst etwas Gutes.

39 Prozent der Österreicher leiden unter Stress im Beruf und fast jeder Vierte steuert auf ein Burn-out zu. Vor allem die Gruppe der 35- bis 54-Jährigen ist besonders betroffen. Zeitdruck, Leistungsdruck und ein schlechtes Betriebsklima sind die größten Auslöser für Stress. Das ist das Ergebnis einer Market-Studie unter 1000 Berufstätigen.

Krankheiten und Stress vorbeugen können Firmen durch betriebliche Gesundheitsförderung. Und manche tun das auch tatsächlich. Die Klavierfabrik Bösendorfer in Wiener Neustadt etwa hat für die Gesundheit ihrer Beschäftigten einiges bewegt. Neben der Arbeit steht Turnen auf dem Programm. Außerdem sorgt ein Zuggerät für schwere Klaviere dafür, dass die Arbeit keine allzu schwere Last mehr ist. Auch in der St. Pöltener Steuerberatungskanzlei Schebesta und Holzinger setzt man sich für die Gesundheit der Angestellten ein. "Wir bieten Entspannungsprogramme und Massagen am Arbeitsplatz an. Damit versuchen wir die Mitarbeiter von den Bildschirmen wegzulocken, damit sie nicht zu lange sitzen", sagt Firmengründer Helmut Schebesta.

Die Gesundheitsangebote in Unternehmen umfassen idealerweise Ernährungsvorträge, Bewegungsprogramme und Vorsorgeuntersuchungen. Denn von gesunden und ausgeglichenen Mitarbeitern profitieren auch die Betriebe. Jene Unternehmen, die diese Angebote für Mitarbeiter einführen, erhalten das Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung. Mit 72 ausgezeichneten Betrieben ist Niederösterreich hier Vorreiter.