Verständlich, bringt aber nix: lieber in der Sonne dösen als zu lernen.

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Wirtschaft Karriere
07/14/2016

Sommer, Sonne, Studierstress

Während die Clique am Strand brutzel, lernst du für den Abschluss? 7 Kicks für das Motivationstief im Hochsommer.

von Nicole Thurn

Es ist nicht gerade das beste Timing. Es ist Sommer, doch die Abschlussarbeit muss fertig werden. Oder du willst die große Prüfung im Herbst nicht noch einmal versemmeln. Das Motivationstief im Hochsommer scheint da nicht weit. Gemeinsam mit Psychologin und Psychotherapeutin Elisabeth Hefler von der Psychologischen Studierendenberatung in Wien haben wir 7 Motivationstipps zusammengetragen:

Mach Ferien Die Sonne scheint, die Freunde fahren auf Urlaub. Genau das solltest du dir nach Semesterende auch gönnen: Ein Urlaub mit Freunden am See oder am Meer lässt dich regenerieren. Du tankst so die nötige Energie, bevor du mit der Lernphase startest.

Finde die ideale Lernumgebung Finde heraus, wo und wie du am besten lernst. Skripten durchlesen kann man auch auf der Wiese am See. Das konzentrierte Lernen geht aber oft in der Bibliothek oder am Schreibtisch besser. Egal, wo man lernt, wichtig sei ein ruhiges Plätzchen möglichst ohne Ablenkung, rät Elisabeth Hefler.

Setze Lernzeiten fest Die Psychologin empfiehlt, regelmäßige Lernzeiten einzuhalten: "Man sollte das Lernen wie einen Job sehen, mit fixen Arbeitszeiten. Dann muss man nicht mehr über den Tagesablauf nachdenken", sagt sie. Bei heißen Temperaturen bietet sich der Vormittag für die Lernzeit an. Allzuviel Hitze lähme die Produktivität, "dann geht man besser ins Freibad", sagt Hefler.

Achte auf deine Ernährung Alles, was die Konzentration und Energie fördert, ist gut. Daher unbedingt auf allzu schwere Gerichte verzichten und lieber zu Obst, Gemüse und Salaten greifen. Wichtig ist auch, bei der Hitze viel zu trinken, sonst wird man rasch müde.

Setz dir realistische Lernziele Möglichst kleine Lernhappen und realistische Lernziele für den Tag führen zu schnellen Erfolgserlebnissen. "Idealerweise weckt man auch sein Interesse für den Lernstoff", sagt Hefler. Wichtig sei Zuversicht: "Man sollte sich vor Augen halten, dass man nicht arm ist, weil man lernen muss, sondern dass man sich bewusst dafür entschieden hat." Also: raus aus der Opferrolle, rein in die Tatkraft.

Belohne dich mit Spaß Was tun, wenn die Freundin auf ein Eis gehen will oder die Clique eine Grillparty veranstaltet? All das geht, denn: Für kleine Erfolge wie das Erfüllen des Tagespensums darfst du dich belohnen. Die Party muss ja nicht bis drei Uhr Früh gehen, statt des Sangria-Eimers reichen auch zwei Bier. Wichtig: Die Belohnung muss gleich auf das Erfolgserlebnis folgen.

Visualisiere den Erfolg Sich immer wieder die Zielerreichung vor Augen zu halten, hilft dabei, konsequent zu bleiben: "Beispielsweise kann man sich visuell vorstellen: wenn man die Uni abgeschlossen hat, gönnt man sich eine große Reise", sagt Hefler.

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