Kampf um die Wunderwuzzis
10/07/2014

So wirst du zum Überflieger

Unternehmen matchen sich um die Super-Absolventen. Mach dich zum Macher.

von Nicole Thurn

Sie sind Superchecker, Macher und Experten. Sie sind die Leader der Zukunft. "High Potential Individuals" nennt man die, die mehr wollen, mehr können und mehr leisten als alle anderen. Deswegen können sich die HIPOs auch aussuchen, wo sie arbeiten wollen. Denn es gibt unter den Unternehmen einen regelrechten Kampf um sie – und klare Erwartungen und Anforderungen, die sie an solche Supertalente haben.

Zugegeben, nicht jeder will ein HIPO sein. Aber die, die wollen, sollten früh damit anfangen. Um als happy HIPO im Job zu landen, der einen auch erfüllt, ist es gut, sich früh Gedanken zu machen – und den Weg dorthin gezielt zu designen. "Aus unserer Sicht ist es zuallererst wichtig, sich schon während des Studiums Gedanken zu machen, wo man später hin möchte", rät Lukas Steinbach, Consultant bei der Managementberatung Kienbaum. "Wenn ich in einem internationalen Unternehmen als Expat arbeiten möchte, ist ein Studienjahr im Ausland eine gute Idee", sagt er.

Das musst du haben

High Potentials sind im Durchschnitt 27 Jahre alt, haben in zehn Semestern studiert, weisen einen Notendurchschnitt von 2,1 auf und haben zwei Jahre Joberfahrung, ergab die High-Potential-Umfrage 2011/’12 von Kienbaum unter österreichischen Personalisten. Die Latte liegt in Deutschland und der Schweiz höher – dort muss die Studiendauer etwas kürzer, der Notenschnitt ein bisschen besser, müssen die Fremdsprachenkenntnisse vielfältiger sein.

Allerdings: Bei den Qualifikationen ist den heimischen Personalchefs der akademische Grad (59 Prozent) und der Notendurchschnitt (55 Prozent) gar nicht so wichtig. Viel wesentlicher ist die Fach- und Methodenkompetenz – 94 Prozent halten sie für essenziell, ergab die Absolventenstudie 2014 von Kienbaum. Ein HIPO sollte also ein gutes Fachwissen haben und es auch rasch abrufen können. Auch das passende Studienfach erhöht die Chancen auf einen Superjob – 83 Prozent der Personalisten halten beides für wichtig. Hier haben BWLer, Naturwissenschafter, IT-Experten und Ingenieure die besten Chancen. Auch Fremdsprachenkenntnisse (78 Prozent), Auslandserfahrung (73 Prozent) und Berufserfahrung (72 Prozent) sind den Personalern wichtig.

So musst du sein

Doch erst seine Persönlichkeit macht einen HIPO zu ebensolchem. Er muss sehr belastbar sein, sagen 85 Prozent der Personalisten. Ein Großteil der Befragten hält auch die Eigenschaften kommunikativ, lernfähig, selbstkritisch und zielorientiert für wichtig. Flexibilität spielt dagegen eine untergeordnete Rolle (35 Prozent). Forscher der Harvard Business School haben herausgefunden, dass High Potentials emotional und sozial besonders gut drauf sind: Versagensängste sind ihnen fremd, sie lieben Herausforderungen, erfassen Situationen blitzschnell, denken unternehmerisch und checken, wann der Zeitpunkt zu handeln gekommen ist. Sie lösen schlechte Stimmung auf, anstatt sich davon anstecken zu lassen. Das alles passiert intuitiv – und ist laut den Forschern nicht erlernbar, sondern Teil der Persönlichkeit.

Auch wenn eure Persönlichkeit nicht von sich aus zu Höhenflügen ansetzt: Daran arbeiten lässt sich allemal. Denn ein bisschen HIPO schadet nie.

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