Techniker werden dringend gesucht – in einigen Berufen derzeit noch dringender als im Vorjahr.
Wirtschaft Karriere
05/17/2016

Jung, erfahren, Projekt-affin

Techniker werden dringend gesucht – in einigen Berufen derzeit noch dringender als im Vorjahr.

von Nicole Thurn

"Sobald die Konjunktur anzieht, kommt der große Lauf. Dann muss man in den Firmen updaten und modernisieren." Das ist auch der Grund, warum laut Mark Frost, CEO der Personalberatung Hays, eine Berufsgruppe aufatmen darf: die Techniker. Die Firmen investieren derzeit wieder in ihren technologischen Fortschritt, das schlägt sich auch in den offenen Stellen wieder. Deutlich stärker gefragt als im Vorjahr waren im ersten Quartal 2016 HWN-Softwareentwickler und Versuchsingenieure. Auch für Automationstechniker, Qualitätsmanager und Verfahrensingenieure haben sich die Jobchancen deutlich verbessert. Weniger gute Chancen haben Berechnungsingenieure, Fertigungsplaner, Konstrukteure und Projektleiter, wie der Hays Fachkräfteindex zeigt, der Jobinserate analysiert. Bedarf gibt es an hoch qualifizierten Spezialisten, mit HTL-Matura und Studium an einer Fachhochschule oder Technischen Universität.

Künstliche Intelligenz

Gefragt seien künftig Jobs an der Schnittstelle zwischen Mensch und Computer, so Frost: "Man muss überlegen, welche Form der künstlichen Intelligenz kann kommen? Demnächst wird man Software entwickeln, die selbst Software entwickelt. Daher werden Berater und Business Analysts sehr gefragt sein." Fachkräfte müssten sich mit neuen Arbeitsbedingungen auseinandersetzen. Nur ständige Weiterbildung könne vor Arbeitslosigkeit schützen: " Ich empfehle Softwareentwicklern, sich auch in Projektmanagement weiterzubilden, so Frost.

Auch Projektarbeit sei ein großes Thema. "Viele Firmen wollen Mitarbeiter nur projektbezogen einstellen. Dafür wird es Maßnahmen geben müssen, denn hoch qualifizierte Spezialisten bekommt man nicht als Überlassungskräfte." Der Trend zur Projektarbeit ist auch laut Walter Sanftl, Recruiting Manager bei Beko Wien, am Jobmarkt angekommen. Das Dienstleistungsunternehmen bildet seine Mitarbeiter in einer Akademie weiter und überlässt die Hälfte von ihnen als Leiharbeiter, die anderen werden für Dienstleistungen an Kunden entsandt. "Wir betreiben kein hire and fire, sondern achten auf Folgeaufträge für unsere Mitarbeiter", versichert Sanftl. Hürden gebe es am Arbeitsmarkt für Berufseinsteiger, aber auch für ältere Techniker, gefragt sei das Profil "Ingenieur, 25 Jahre, zehn Jahre Berufserfahrung". Firmen würden über Technikermangel klagen, "sie sind aber nicht bereit, bei den Job-Anforderungen Abstriche zu machen."

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