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04.04.2017

Medizin-Absolventen verdienen am besten

Wie viel jemand später einmal verdient, entscheidet sich schon bei der Wahl der Ausbildung im Alter von 15 bis 18 Jahren. Mediziner haben die Nase vorne, gefolgt von Jus- und Wirtschaftsabsolventen.

Ausbildungen kosten Zeit und sie kosten Geld – aber sie sind den Aufwand wert. So lassen sich die Ergebnisse der aktuellen ifo-Studie zusammenfassen. Konkret bringt jeder höhere Abschluss über das gesamte Erwerbsleben nach Abzug der Ausbildungskosten zwischen 22 und 64 Prozent mehr Einkommen. Das Lebenseinkommen liegt bereits mit einer abgeschlossenen Lehre im Durchschnitt 143.000 Euro netto über dem von Menschen ohne jede Berufsausbildung.

Je nach Studienrichtung und Geschlecht gibt es allerdings große Unterschiede. Ein Medizinstudium bringt einem männlichen Absolventen über das gesamte Erwerbsleben durchschnittlich bis zu 983.000 Euro mehr Einkommen als mit einem Lehrabschluss, bei den Frauen sind nur 612.731 Euro mehr. Mit einem Kunst-Abschluss und im Lehramt erzielen hingegen Frauen höhere Lebenseinkommensgewinne als Männer.

Die Mehreinkommen nach Profession: Ein Jus-Abschluss schlägt mit rund 656.992 Euro mehr zu Buche, als eine Fachkraft. Wirtschaftswissenschaftler bekommen 529.402 Euro mehr, Informatiker, Mathematiker und Naturwissenschaftler rund 400.000 Euro mehr, gefolgt von Ingenieuren und Maschinenbauern (384.409 Euro).

Doch nicht immer ist es so, dass man mit einem Studienabschluss mehr verdient als mit einem Lehrabschluss. Das Lebenseinkommen eines Meisters mit gut laufendem Betrieb könne das eines Hochschulabsolventen auch übersteigen. Denn die Ausbildung zum Meister bringt einen Mehrertrag von knapp 130.000 netto.

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