Ein Blick auf kommende Trends.

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Einblick
12/31/2016

2017: Weiter geht's

Bildung, Jobmarkt, Arbeits-Trends: Sechs renommierte Experten wagen ihre Vorausschau auf das neue Jahr – und nennen den einen Trend, von dem sie glauben, dass er wirklich kommen wird.

von Magdalena Vachova, Ulla Grünbacher, Sandra Baierl

IT-Fachwissen zählt

Berufsbilder verändern sich schneller denn je zuvor. Wer weiterkommen will, muss technisch fit werden. Programmierkenntnisse, Data Science-Know-how, Innovationsmanagement werden deshalb verstärkt angeboten. „Durch die Digitalisierung verschwimmen aber auch die Grenzen zwischen Disziplinen, und die Nachfrage nach Menschen, die eine Übersetzer-Rolle zwischen der Technikseite und den fachlichen Spezialisten einnehmen, wird steigen“, sagt bfi-Geschäftsführerin Valerie Höllinger. Auch die Art der Weiterbildung entwickelt sich weiter: Man will Zeit und Ort fürs Lernen selbst wählen, was die Kurse verkürze und die Didaktik verändere. Konzepte, wie Flipped Classroom, Blended Learning oder Lernen mit Videos seien Methoden, die 2017 noch stärker auf uns zukommen werden.

Valerie Höllinger führt das bfi Wien und beschäftigt sich mit beruflicher Qualifikation und Weiterbildungs-Trends.

Mehr Achtsamkeit

Die Digitalisierung findet 2017 seine Zuspitzung durch die Roboter. „Sie dringen in immer mehr Bereiche unseres Lebens vor und werfen Fragen auf: Was passiert, wenn sie auch unsere Arbeit übernehmen? Das betrifft Mitarbeiter in der Pflege, beim Regal-Sortieren, in der Bank. Es gibt keine Branche, die sich gerade nicht selbst hinterfragt“, sagt Trendforscher Harry Gatterer. Diesem Hightech-Trend gegenüber steht wiederum ein sehr menschlicher. „Die Achtsamkeit. Die haben wir bis jetzt vernachlässigt.“ Wir stellen Prozesse, Ziele, Ergebnisse in den Vordergrund, wollen Innovation in einer hochkomplexen Welt schaffen. Aber wie? „Dafür braucht es unglaublich viel Achtsamkeit, Begegnung mit den Mitmenschen und Verständnis. Führungskräfte müssen lernen, das wieder in ihre Betriebe zu bringen.“

Harry Gatterer ist Geschäftsführer des Zukunftsinstituts und beschäftigt sich mit der Trendforschung.

Viel Kommen und Gehen

2017 lässt sich ein klarer Trend zur weiter steigenden Dynamik am Arbeitsmarkt beobachten. Das heißt: „Der Beschäftigungsumschlag – das Mittel der Aufnahmen und Beendigungen gemessen am Bestand – wird weiter deutlich zunehmen“, sagt AMS-Chef Johannes Kopf.
Er prognostiziert: „Konkret wird es im Durchschnitt im Laufe des nächsten Jahres bei rund jedem zweiten Arbeitsplatz zu einer Auflösung bzw. einer Aufnahme von Beschäftigung kommen. Ursache dafür ist die Konjunkturbelebung, das heißt im Zuge der wirtschaftlichen Belebung kommt es zu einer spürbaren Beschleunigung der Arbeitsmarktdynamik.“ Im Laufe des Jahres 2017 werden somit rund 1,855 Mio. Beschäftigungsverhältnisse aufgenommen und rund 1,802 Mio. Beschäftigungsverhältnisse aufgelöst werden.

Johannes Kopf ist seit 2006 Vorstand des Arbeitsmarktservice Österreich (AMS), er ist der Arbeitsmarkt-Experte.

Leichtes Wachstum

Die Konjunktur springt zum Jahreswechsel an und gewinnt 2017 an Fahrt. „Dies kann man durchaus einen Aufschwung nennen“, sagte WIFO-Chef Christoph Badelt. Für 2017 erwartet das Wirtschaftsforschungsinstitut einen realen Anstieg des Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,5 Prozent, voriges Jahr waren es real plus 1,0 Prozent gewesen, für 2018 werden 1,4 Prozent erwartet. Eine Wachstumsrate über zwei Prozent werde es aber auf längere Sicht nicht geben, auch im übrigen (West-)Europa nicht.
„Das Ausklingen der Effekte der Steuerreform und der Anstieg der Inflationsrate – aufgrund der Rohöl-Verteuerung – werde die private Konsumnachfrage aber wieder dämpfen. Daher wird das Wachstum ab Jahresmitte von den Exporten getragen“, so Badelt.

Christoph Badelt ist Vorstand des WIFO. Er beschäftigt sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung.

Die Zeit der Headhunter

„Wir sehen ein Auseinanderklaffen von Angebot und Nachfrage. Trotz vieler offener Stellen finden viele Unternehmen nicht die richtigen Mitarbeiter, nämlich gut ausgebildete mit hoher Einsatzbereitschaft“, sagt Iventa-Chef Martin Mayer. Unternehmen beklagen, nicht die passenden Personen zu finden oder überhaupt genügend qualifizierte Bewerbungsschreiben zu erhalten.
Der Trend lautet daher: Headhunting. „Mitarbeiter werden immer häufiger aus aktiven Arbeitsverhältnissen abgeworben“, so Mayer. Das verstärkt auch die Bedeutung sozialer Netzwerke. Die Kontaktmöglichkeit über soziale Business-Plattformen ist der einfachste Weg, Personen zu finden. Das stelle Unternehmen vor neue Herausforderungen und zwingt sie, die bisherigen Personalstrategien zu überdenken.

Martin Mayer ist Managing Director bei der Personalberatung und Personalentwicklung Iventa.

Gewinner und Verlierer

Auf ein besonders erfolgreiches, berufliches Jahr dürfen sich 2017 die Luftzeichen freuen. „Wassermänner, Waagen und Zwillinge erleben durch den positiven Jupiter-Effekt einen Aufschwung“, sagt die Salzburger Astrologin Daniela Hruschka.
Die Schützen werden wegen des Saturn-Einflusses gefordert, sie haben ein arbeitsreiches Jahr vor sich. Widder, Steinböcke und Krebse müssen etwas Neues aufbauen. „Sie haben beruflich große Chancen, brauchen aber Mut, um sie auch zu nützen“, betont die Astrologin.Weniger erfolgversprechend sind die nächsten Monate für Jungfrauen. Stiere haben schwierige Zeiten hinter sich, nun profitieren sie vom positiven Jupiter-Einfluss. Ähnliches gilt für die Löwen, für sie geht es wieder aufwärts.

Daniela Hruschka ist psychologische Astrologin – und Wassermann. Sie beschäftigt sich mit Horoskopen.

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