Wirtschaft
07.03.2013

Karfreitag könnte Überweisungen verzögern

Gehälter und Pensionen könnten im April zu spät überwiesen werden. Schuld ist der Bankfeiertag.

Zum Osterfest könnte ein genauer Blick auf den Kontostand nicht schaden. Denn Abbuchungen werden mit Monatsbeginn (Ostermontag ist der 1. April) durchgeführt. Bei der Überweisung von Gehältern und Pensionen könnte es hingegen zu Verzögerungen kommen.

Grund ist das Zahlungsverkehrssystem „Target 2“. Es regelt u.a. die Geldströme der Finanzwelt in der Eurozone. An einzelnen Tagen arbeitet das System nicht, darunter am Karfreitag. In vielen Ländern ist dieser Tag ohnehin ein Feiertag, nicht jedoch in Österreich. Daher haben hier zu Lande die Banken geöffnet, die an Karfreitagen bisher Überweisungen durchgeführt haben.

Nun aber laufen alle Überweisungen nicht mehr bilateral zwischen den einzelnen Banken, sondern über die Geldservice Austria. Das soll im Fall einer Pleite sicherstellen, dass überwiesene Gelder nicht über Nacht verloren gehen. Die GSA hält sich jedoch im europäischen Verbund an die Zahlungsverkehrspause am Karfreitag.

Die Banken weisen nun ihre Privatkunden, aber auch Firmen und pensionsauszahlende Stellen darauf hin und bitten, Überweisungen mit Fälligkeit Ende März bis spätestens 27. 3. durchzuführen. „Es könnte sonst das Geld zu spät kommen“, warnt Christopher Summer, zuständig für den Zahlungsverkehr bei der Bawag.