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Kaffee-Trends
09/26/2018

Kaffee-Trends: Die Kapsel hebt weiterhin ab

Zweistelliges Umsatzplus bei den Kaffee-Kapseln von Tchibo-Eduscho

von Andreas Anzenberger

Für Tchibo/Eduscho naht die wichtigste Zeit des Jahres. Etwa ein Drittel des Jahres-Umsatzes macht das Unternehmen im Weihnachtsgeschäft, erläutert der Geschäftsführer von Tchibo/Eduscho Österreich, Harald J. Mayer.

Wobei es eigentlich nicht völlig korrekt ist, Tchibo/ Eduscho als Unternehmen mit Schwerpunkt Kaffee zu bezeichnen. Dieser Bereich macht nämlich lediglich 35 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Der Non-Food-Bereich beläuft sich bereits auf über 60 Prozent. Kein Wunder, dass bei den Pressegesprächen auch gleich die neue Tchibo-Kollektion vorgestellt wurde, die demnächst zum Verkauf angeboten wird. Von Bekleidung über Schmuck bis zu technischen Geräten für den Haushalt ist vieles dabei.

Plus 13 Prozent

Der Trend zu Kaffee in Kapseln ist seit Jahren ungebrochen. Geschäftsführer Mayer spricht von Zuwachsraten in der Größenordnung von 13 Prozent. Bei den Kaffeevollautomaten gebe es nach wie vor ein leichtes Plus, während der Filterkaffeemarkt bei einem Minus von sechs bis sieben Prozent angekommen ist. Daran ändern auch diverse Medienberichte nicht viel, die über Filterkaffee als hippen Trend berichten.

Für Mayer lautet das entscheidende Wort für Verkaufserfolge „Convenience“ (engl. für Bequemlichkeit): Kapsel ins Gerät einlegen, auf den Knopf drücken und fertig ist der Kaffee. Deshalb hat Tchibo/Eduscho mit der Marke Qbo auch eine eigene Kapselmaschine im Angebot.

Während in Österreich die Menge des verkauften Kaffees leicht stagniert, steigt der Wert des Umsatzes. Das hat nicht nur damit zu tun, dass tendenziell mehr auf Qualität geschaut wird. Beim Filterkaffee bleibe im Gegensatz zur Kapselmaschine mehr Kaffee übrig, der dann weggeschüttet wird, erläutert Mayer. Der Trend zur Kapselmaschine sorge daher auch für einen geringeren Gesamt-Verbrauch.

Auch wenn die Kaffee-Rohstoffpreise im September 2018 sehr deutlich unter den Preisen des Jahres 2014 liegen, heißt das nicht notwendigerweise, dass die Konsumenten langfristig billiger einkaufen.

Der Preis ist heiß

Bei Kaffee ist es so ähnlich wie bei anderen landwirtschaftlichen Produkten. Die Preise sind abhängig von witterungsbedingten Produktionsschwankungen oder politischen Krisen in den Erzeugerländern.

Außerdem bedeuten niedrigere Erzeugerpreise nicht notwendigerweise, dass auch die Konsumenten weniger für den Kaffee bezahlen. Das ist auch bei anderen landwirtschaftlichen Produkten wie etwa Milch so. Man werde sehen, ob die aktuell niedrigen Preise „auch nachhaltig sein werden“, bleibt Mayer skeptisch.

Wobei Nachhaltigkeit immer wichtiger werde. Tchibo-Eduscho setzt auf zertifizierte Produkte und „sozial verträgliche Rahmenbedingungen“ in den Produktionsländern. Im Non-Food-Bereich werden etwa auch Tchibo-Produkte aus Bio-Baumwolle angeboten.

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