Wirtschaft
18.12.2017

Jagd trägt jährlich 731 Millionen Euro zur Wertschöpfung bei

Ehrenamtliche Leistungen entsprechen außerdem rund 240 Millionen Euro.

Die Jagd ist hierzulande im Jahr durchschnittlich für 731 Millionen Euro Wertschöpfung am Bruttoinlandsprodukt verantwortlich. Das ergab eine Studie, die am Montag in Wien bei einer Pressekonferenz des Dachverbands Jagd Österreich vorgestellt wurde. Demnach wurden im Schnitt der vergangenen zehn Jahre 146.000 Euro an indirekten und 126.000 Euro an direkten Steuern und Sozialabgaben geleistet.

58.872 Arbeitsplätze durch Jagd geschaffen

"Diese Analyse fördert die positiven und quantitativ beträchtlichen ökonomischen Auswirkungen der Jagd in Österreich zutage", sagte Studienautor Friedrich Schneider, emeritierter Univ.-Prof. für Volkswirtschaft. Durch die Jagd seien in den vergangenen zehn Jahren 58.872 Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten worden.

"Zu diesen volkswirtschaftlich relevanten Zahlen müssen wir noch die unbezahlten beziehungsweise ehrenamtlichen Stunden der Jägerschaft hinzurechnen", sagte der geschäftsführende Landesjägermeister Anton Larcher. Interne Schätzungen gehen von etwa 10,6 Millionen Stunden pro Jahr aus. Das entspricht der Leistung von etwa 5.300 Berufsjägern oder rund 240 Millionen Euro an Jagdleistungen für die Allgemeinheit.