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Insolvenz
08/21/2014

Sanierung von Elektro-Shop Köck abgesegnet

Händler muss rund zwei Millionen Euro an Gläubiger zahlen.

von Kid Möchel

Der insolvente Wiener Elektrohändler Elektro-Shop Köck GmbH, der bisher mit 58 Mitarbeitern sechs Filialen betreibt, bekommt eine zweite Chance. Laut Christoph Vavrik vom KSV1870 haben die Gläubiger heute, Donnerstag, den angebotenen Sanierungsplan angenommen, durch den sie 30 Prozent Quote innerhalb von zwei Jahren erhalten sollen. Ein Drittel der Quote (rund 650.000 Euro) soll in Kürze, sprich nach rechtkräftiger Annahme des Sanierungsplans, fließen.

Laut Vavrik sind für die Quote rund 6,5 Millionen Euro Verbindlichkeiten zu berücksichtigen. „Das gesamte Erfordernis beträgt rund zwei Millionen Euro“, rechnet Vavrik vor. Im vergangenen Juni hat der Elektro-Händler laut AKV, Creditreform und KSV1870 ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragt. Im Zuge des Insolvenzverfahrens sollen drei Filialen in Wien erhalten, aber die Standorte in Wiener Neustadt, in 1230 Wien und sowie das Lager in Raasdorf geschlossen werden, , hieß es im Antrag. Damit sollen die Personalkosten deutlich reduziert werden. Die Filiale in Oberwart wurde als Franchise-Filiale betrieben, der Vertrag soll mittlerweile beendet worden sein.

Höhere Schulden

Dem Vernehmen nach wurden insgesamt 7,9 Millionen Euro an Verbindlichkeiten angemeldet, davon sollen sechs Millionen Euro Schulden anerkannt worden sein; dazu kommen aber noch rund 500.000 Euro an Kosten für die Schließung der Filialen, sprich für Beendigungsansprüche der Dienstnehmer und für etwaige Schadenersatzansprüche aus der vorzeitigen Beendigung der Mietverhältnisse.

Das wesentliche Vermögen von Köck ist die Lagerware, die Forderungen sollen an die Hausbank abgetreten sein. Der Wert der freien Ware soll mit 2,88 Millionen Euro beziffert sein. Durch einen raschen Abverkauf sollen mehrere hunderttausend Euro in die Kasse fließen. Dem Vernehmen nach müssen davon aber noch Bankforderungen abgezogen werden. Unter dem Strich soll Köck aber über knapp 1,3 Millionen Euro verfügen. Die gesamte Gläubigerquote soll aus dem Abverkauf und dem laufenden Fortbetrieb finanziert werden.

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