Inflation im November bei 1,3 Prozent

Im März lag die Inflation noch bei 1,8 Prozent
Im gesamten Euroraum blieb die Teuerungsrate den vierten Monat in Folge negativ.

Die Inflation in Österreich ist im November bei 1,3 Prozent gelegen. Der Preisauftrieb war damit gleich hoch wie im Vormonat Oktober. Als Preistreiber erwiesen sich einmal mehr Lebensmittel und Wohnen.

Dämpfend wirkte der niedrigere Erdölpreis, der sowohl das Heizen mit Öl und Gas als auch das Autofahren mit fossilen Brennstoffen verbilligte. Strom hingegen verteuerte sich um 5,1 Prozent, wie die Statistik Austria am Donnerstag mitteilte.

Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Coronavirus-Pandemie haben im November wie schon im April merkliche Auswirkungen auf die Berechnung der Inflationsrate in Österreich gehabt.

Da die Erhebung der Preise durch das Statistikamt noch vor dem harten Lockdown stattfand, erstreckten sich die Preisausfälle vor allem auf die Bereiche Kultur, Unterhaltung, Freizeit, Gastronomie sowie Sport. Insgesamt musste die Statistik Austria bei 14,6 Prozent des Warenkorbgewichts die fehlenden Daten mit statistischen Methoden vervollständigen.

Eurozone

In der gesamten Eurozone sind die Preise im November den vierten Monat in Folge gefallen. Die Teuerungsrate lag bei minus 0,3 Prozent, wie die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag mitteilte und damit eine erste Schätzung bestätigte. Die Inflation hatte auch im September und Oktober bei minus 0,3 Prozent gelegen, nach minus 0,2 Prozent im August.

Zwei Prozent angestrebt

Für die Europäische Zentralbank (EZB) kommen negative Inflationsraten höchst ungelegen, zumal die Konjunktur im Währungsgebiet bereits stark durch die zweite Pandemiewelle geschwächt wird.

Sie strebt knapp zwei Prozent Teuerung für die Wirtschaft an, da diese Marke genügend Sicherheitsabstand zu einer gefährlichen Deflationsspirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und Investitionen bietet. Diese Marke verfehlt die EZB aber bereits seit Jahren. Zur Eindämmung der Folgen der Virus-Krise hatte sie in der vergangenen Woche ein umfassendes neues Hilfspaket aufgelegt.

Die Energiepreise fielen im November zum Vorjahr um 8,3 Prozent. Industriegüter ohne Energie verbilligten sich um 0,3 Prozent. Die Preise für Dienstleistungen nahmen dagegen um 0,6 Prozent zu.

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