Inflation im Juli auf 2,8 Prozent gesunken
Symbolbild
Zusammenfassung
- Die Inflation ist im Juli laut Statistik Austria im Jahresvergleich auf 2,8 Prozent gesunken, nach 3,2 Prozent im Juni.
- Niedrigere Lebensmittelpreise dämpften die Teuerung, wobei seit Anfang Juli auch die Mehrwertsteuersenkung auf einige Grundnahrungsmittel greift.
- Im Vergleich zum Vormonat Juni blieb das durchschnittliche Preisniveau im Juli unverändert; die Inflation lag um 0,1 Prozentpunkte über der Schnellschätzung.
Die Inflation ist im Juli laut Statistik Austria auf 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Damit war sie um 0,1 Prozentpunkte höher als in der Schnellschätzung Ende Juli erwartet, wie die Behörde am Mittwoch bekanntgab. Im Juni lag die Teuerungsrate noch bei 3,2 Prozent. Gedämpft wurde die Teuerung von niedrigeren Lebensmittelpreisen.
Seit Anfang Juli greift die von der Regierung eingeführte Mehrwertsteuersenkung auf einige Grundnahrungsmittel.
Niedrigere Lebensmittelpreise dämpfen Teuerung
„Rund die Hälfte des Rückgangs ist auf die leicht gesunkenen Nahrungsmittelpreise zurückzuführen“, so Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verbilligten sich durchschnittlich um 0,4 Prozent, nachdem sie sich im Juni noch um 1,3 Prozent verteuert hatten. Bereinigt um die Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln läge die Inflation den Angaben zufolge bei 3,0 Prozent.
Verkehr weiterhin bedeutendster Inflationstreiber
Die Preise für Verkehr stiegen im Juli durchschnittlich um 6,4 Prozent zwar etwas weniger kräftig als im Juni, blieben damit aber weiter bedeutendster Inflationstreiber im Jahresvergleich. Die Treibstoffpreise stiegen im Juli um 17,6 Prozent und somit etwas kräftiger als noch im Juni (plus 16,3 Prozent). Die Preise für Flugtickets legten im Juli dagegen nur noch um 15,5 Prozent zu, nachdem sie im Juni um 22,4 Prozent gestiegen waren.
Der Bereich Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe verteuerte sich mit plus 2,7 Prozent schwächer als noch im Juni (plus 3,0 Prozent). Die Preise für Haushaltsenergie sanken mit minus 0,6 Prozent fast in gleichem Ausmaß wie im Juni (minus 0,4 Prozent). Auch die Strompreise dämpften die Inflation mit minus 10,4 Prozent mit annähernd gleicher Stärke wie zuletzt, wobei insbesondere die ab Jänner 2026 wirksamen Reduzierungen der Elektrizitätsabgabe sowie des Erneuerbaren Förderbeitrags weiterhin preisdämpfend wirkten.
Die Preise für Gastronomie- und Beherbergungsdienstleistungen stiegen im Juli um 4,6 Prozent, nach plus 4,5 Prozent im Juni. Während sich Beherbergungsdienstleistungen merklich kräftiger verteuerten, nahm der Preisdruck bei Gastronomiedienstleistungen etwas ab.
Preiszuwächse bei Arzneimitteln
Im Bereich Gesundheit stiegen die Preise durchschnittlich um 4,6 Prozent und damit etwas stärker als im Juni (plus 4,4 Prozent). Ausschlaggebend dafür waren den Statistikern zufolge deutliche Preiszuwächse bei Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten.
Im Vergleich zum Vormonat Juni 2026 blieb das durchschnittliche Preisniveau im Juli unverändert. Hauptpreistreiber waren hier teurere Pauschalreisen (plus 11,8 Prozent). Als Hauptpreisdämpfer erwiesen sich aufgrund des Schlussverkaufs niedrigere Preise für Bekleidung (minus 11,9 Prozent).
Täglicher Einkauf günstiger als im Juli 2025
Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der den täglichen Einkauf widerspiegelt und überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus enthält, ging im Juli im Jahresabstand um 1,4 Prozent zurück. Das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, stieg im Jahresvergleich dagegen um 3,2 Prozent.
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