Was zeichnet heimische Möbel aus?

© Bild: Astrid Obert

Georg Emprechtinger ist Vorsitzender der österreichischen Möbelindustrie und Geschäftsführer von Team7.

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„Wir sind ein Natur- und Kulturland und diese Argumente werden vor allem international mit österreichischer Einrichtung stark in Verbindung gebracht. Die heimische Möbelindustrie besteht aus 47 Herstellern mit rund 6700 Mitarbeitern. Der Hauptexportmarkt bleibt auch weiterhin Deutschland. Generell kann man sagen, dass Möbel ,made in Austria’ im Ausland durchwegs positiv besetzt sind. Unser Land besteht zu fünfzig Prozent aus Waldflächen und das Material ist nach dem Tourismus, der zweitwichtigste Exportartikel des Landes. Diese Tradition wird international sehr geschätzt. Ein weiterer Wettbewerbsvorteil der heimischen Möbelindustrie ist die Tatsache, dass man hierzulande Facharbeiter hat und den Nachwuchs kontinuierlich ausbildet. Mit dieser Dichte an gut ausgebildeten Handwerkern können nur sehr wenige Länder mithalten. In China etwa kaufen die Unternehmen ganze Werke auf und investieren in Technologien, Maschinen sowie in Software-Pakete aus Europa. Kommt es aber zu unerwarteten Problemen während der Produktion, scheitern sie trotz Finanzstärke und dem Equipment am fehlenden Facharbeiter, der dafür ausgebildet wurde, die Materie perfekt zu beherrschen und Probleme effektiv zu lösen. Österreichische Hersteller stehen für Handwerksqualität und Nachhaltigkeit. Generell hoffe ich, dass sich das Minus von etwa fünf Prozent des ersten Halbjahres 2014 nach unten korrigiert. Auf der Möbelmesse imm cologne gab es zahlreiche positive Signale und wir hoffen, dass sich diese auch in der Auftragslage der österreichischen Hersteller widerspiegelt.“

Erstellt am 03.02.2015