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Wirtschaft Immobiz
05/27/2021

So wird der eigene Garten zum sicheren Spielplatz für Kinder

Damit Kinder im Garten unbeschwert spielen und die Natur erkunden können, muss man bereits bei der Gestaltung einiges beachten

von Angelika Gross

Ein Baum zum Klettern, eine Hecke zum Verstecken und ein Gartenhäuschen zum Spielen – Kinder wollen Abenteuer, erst recht im eigenen Garten.

Gartengestaltung

Damit der Spaß im Grünen nicht durch Verletzungen und Unfälle getrübt wird, sollten Eltern einiges beachten. Gitta Glomser, von der Gartengestaltung Eichhorn weiß, was in der eigenen Grünanlage schnell zur Gefahr für Kinder werden kann: „Giftige Pflanzen wie zum Beispiel die beliebten Heckenpflanzen Eiben und Thujen, Efeu aber auch Maiglöckchen und Eisenhut.“ Gerade kleine Kinder nehmen schnell Pflanzen in den Mund, ohne zu wissen, dass diese giftig sein könnten. Solche sollte man also lieber aus dem Garten eliminieren, oder gar nicht erst anpflanzen.

Schattenplätze im Garten

Wenn es draußen sonnig und warm ist, spielen die Kleinen oft den ganzen Tag im Garten. Hier ist es besonders wichtig „Schattenplätze zu schaffen“, so Glomser. Wenn es zum Beispiel eine Sandkiste gibt, in der sich die Kinder gerne lange aufhalten, sollte hier durch Bäume oder durch einen Sonnenschirm für Schatten gesorgt werden. Außerdem sollte das Spielen im Garten immer „in Sichtkontakt der Eltern stattfinden“, erklärt Glomser. Wer einen größeren Garten hat und sich Spielgeräte für die Kinder wie zum Beispiel Schaukeln, Rutschen oder Spielhäuschen anschafft – kann dabei auf folgendes achten: „Solche Geräte sollten immer TÜV-geprüft und vor allem gut fundamentiert sein.“ Die Geräte sollte man regelmäßig überprüfen und gerade bei Holzgerüsten auf Spahn Bildung achten. Kinder könnten sich hier beim Spielen verletzen.

Schwimmteiche absichern

Schwimmteiche, Pools oder Biotope müssen abgesichert werden, damit der Nachwuchs nicht hineinfallen kann. „Man kann hier zum Beispiel einen Bambuszaun rund herum errichten. Der schützt und trägt gleichzeitig auch etwas zur Optik bei“, so die Gartenexpertin.

Kindergerechter Zaun

Apropos Zäune: „Die Mindesthöhe eines kindgerechten Zauns beträgt einen Meter, ideal ist eine Höhe von 1,40 Meter“, erklärt Glomser. Optimal sind außerdem Stabgitterzäune und Bretterzäune, an denen sich die Kinder nicht durch scharfe Kanten oder herausstehende Nägel verletzen können. Der Geräteschuppen ist in vielen Gärten das Reich der Erwachsenen: Hier werden Werkzeuge, Gartengeräte, Dünger und Pflanzenschutzmittel aufbewahrt. Kinder haben hier nichts verloren. „Geräte wie Gartenscheren, Rasenmäher oder andere Werkzeuge sind gefährlich für Kinder. Den Schuppen sollte man also stets abschließen.“ Generell empfiehlt die Expertin im eigenen Garten den Rasen und die Pflanzen nur mit organischem Dünger zu behandeln. Der ist nämlich völlig ungefährlich für Kinder – und die Umwelt.

Gartenwege 

Kinder lieben es im Garten barfuß unterwegs zu sein. Für die Gartenwege und die Terrasse gilt daher: „Auf dunkle Belege sollte also verzichtet werden, diese erhitzen sich bei Sonneneinstrahlung sehr viel schneller als ein hellerer Stein“ , so Glomser. Den Garten kindergerecht zu gestalten lohnt sich auf jeden Fall, denn so lernen die Kleinen die Natur besser kennen, können ihren Bewegungsdrang ausleben und mit sicheren Spielgeräten kommt auch bestimmt keine Langweile auf. So können die Eltern den Kaffee auf der Terrasse in Ruhe genießen, während die Kinder spielen.

Im eigenen Naschgarten erleben Kinder, wie die Früchte wachsen bis hin zum selbst Pflücken. Sorglos vom eigenen Beet, Baum und Strauch naschen – für Kinder ist das etwas ganz Besonderes. Gitta Glomser, von der Gartengestaltung Eichhorn, weiß, worauf man achten muss, damit die Kinder gefahrlos im eigenen Garten naschen können: „Beerensträucher wie  Erdbeeren, Himbeeren oder Brombeeren bieten sich super an.“

Naschgarten für Kinder

Außerdem, so Glomser, „ist das Erleben, was die Natur so hervorbringt, ein wichtiger Bestandteil in der Entwicklung von Kindern.“ Immer mehr Eltern legen großen Wert auf Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten.  
Im geschützten Naschgarten können die Kleinen aber nicht nur Beeren essen, sie können auch lernen, selbst zu gärtnern, zu  gestalten und einen Rückzugsort finden. Gitta Glomser rät dazu, bereits kleine Kinder ab drei Jahren mit den schönen Dingen des Gärtnerns vertraut zu machen. 

Kräuter und Beeren


„Gerade Kräuter bieten sich da gut an, die Kinder können an den Blättern reiben, daran riechen und auch schmecken.“ Frischer als aus dem eigenen Garten können Obst, Gemüse oder Kräuter nicht sein. Durch den Naschgarten  entwickeln Kinder mehr Wertschätzung für ihr Essen, als wenn es abgepackt aus dem Supermarkt kommt. Es lohnt sich  daher auf jeden Fall, einen solchen im eigenen Garten anzulegen.    

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