Aloe Vera Pflanze im Topf

© /EdnaM/IStockphoto.com

Wirtschaft Immobiz
01/02/2016

Pflanzen als Luftbefeuchter

Sie sorgen nicht nur für ein gutes Raumklima. Einige Sorten können auch Schadstoffe abbauen. Ausreichendes Lüften unterstützt diesen Prozess.

von Ulla Grünbacher

Zimmerpflanzen sind nicht nur ein hübscher Aufputz, sondern erfüllen auch wichtige Funktionen. „Sie nehmen Wasser auf und geben einen Teil davon an die Raumluft ab“, sagt Manuela Lanzinger, Expertin der Umweltberatung. Je häufiger bewässert wird, desto stärker in dieser Prozess und je größer die Pflanze ist, desto besser ist auch die Wirkung. Gewächse mit dicken Blättern wie Sukkulenten sind dafür weniger geeignet als zum Beispiel Aronstabgewächse, dazu zählt zum Beispiel der Philodendron. „Diese Pflanzen halten auch die Heizungsluft gut aus“, betont Lanzinger. Arten, die im Wasser stehen wie Zyperngras und Papyrus, geben am meisten Feuchtigkeit ab. „Erhöht werden kann dieser Effekt auch durch das Besprühen der Blätter mit Wasser“, sagt Lanzinger. Wichtig ist, sie hin und wieder von Staub zu befreien.

Schadstoffe filtern

Pflanzen können auch Schadstoffe aus der Luft filtern, das wurde in einigen Studien belegt. „Enzyme in den Blättern zerlegen die Schadstoffe oder sie werden über Wurzelmikroben abgebaut“, sagt Lanzinger. Besonders gut geeignet sind Bogenhanf, Birkenfeige und Aloe. „Nikotin kann allerdings nicht zerlegt werden und wird in dem Gewächs angereichert“, sagt die Expertin der Umweltberatung. Vor allem Lacke, Kleber und Stoffe, die in Möbeln, Wandfarben und Bodenbeläge vorhanden sind, dünsten aus und sind für Gesundheitsbelastungen wie Reizung von Augen, Nase und Hals, Kopfschmerzen und allergische Reaktionen verantwortlich. Die Symptome sind auch unter dem Schlagwort „Sick Building Syndrom“ bekannt.

Ausreichend Lüften

Doch die Pflanzen können eine schwer belastete Luft nicht allein in gesundes Raumklima verwandeln. Die modernen und besonders dichten Fenster lassen keinerlei Luftaustausch zu, dadurch erhöht sich die Schadstoffkonzentration in den Innenräumen. Unterstützen kann man den Abbau durch wiederholtes Stoßlüften. „In neu adaptierten Wohnungen und kürzlich ausgemalten oder eingerichteten Räume ist das besonders wichtig“, sagt Lanzinger. Die Gewächse können in jedem Raum aufgestellt werden, auch im Schlafzimmer – dafür eignen sich Arten, die bei rund 18C gut gedeihen. Dazu zählen Orchideen, Bogenhanf, Bromelien (Ananasgewächse) und Aloe. Pollenallergiker sollten auf Birkenfeigen-Arten verzichten.
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