© Getty Images/wakila/IStockphoto.com

Wirtschaft | Immobiz
05/13/2019

MARKTNEWS: Die Babyboomer sind auf Wohnungssuche

Die Zielgruppe 40-plus ist vermehrt auf Wohnungssuche. Vor allem Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen sind gefragt.

Die Nachfrage nach Miet- und Eigentumswohnungen in den Städten ist nach wie vor hoch. Der Preisanstieg flacht bei hochpreisigen Wohnungen jedoch ab. Die Preise pendeln sich auf hohem Niveau ein. Das Angebot an Grundstücken ist gering. „Der dadurch teure Bau macht leistbares Wohnen schwierig“, sagt Georg Spiegelfeld, Präsident des Immobilienring Österreich.

Paare über 40 als Käufergruppe

Wenn man sich die Zielgruppen anschaut, dann haben in den vergangenen beiden Jahren vermehrt Paare 40 plus Wohnungen gekauft oder neu angemietet. „In Wien ist das nicht so ausgeprägt, denn Wien ist eine junge Stadt“, sagt Andrea Baidinger, die den Research für den Immobilienring durchgeführt hat. Aber im Süden Österreichs zählen fast drei Viertel der Abnehmer zu der Altersgruppe, im Westen sind es 38 Prozent. 900.000 dieser Babyboomer, zu denen diese Altersgruppe zählt, sind innerhalb der vergangenen fünf Jahre übersiedelt, geht aus dem neueste Bericht des IR Research hervor.

Einfamilienhäuser gefragt

Im ländlichen Raum steigt das Interesse am Erwerb von Einfamilienhäusern, das lässt die Preise steigen. In Salzburg ist praktisch kein Baugrund vorhanden. „Umwidmungen von Grün- in Bauland finden nur dann statt, wenn zwei Drittel geförderte Mietwohnungen errichtet werden“, zeigt Andreas Gressenbauer auf. In Kärnten ist ein Preisanstieg bei Wohnraum spürbar. Man muss mit Kaufpreisen um die 350.000 Euro für eine Neubauwohnung im Grünen mit drei bis vier Zimmern rechnen. In Klagenfurt und Villach ist das Wohnungsangebot zu gering.

Branche im Wandel

Der Präsident des Immobilienring macht sich aber auch jetzt schon Gedanken, was in den nächsten Jahren auf die Branche zukommt. „Auch wenn wir uns nach wie vor in einer Hochphase befinden, sollten wir uns überlegen, wie es in Zukunft weitergeht“, sagt Georg Spiegelfeld. Denn das Maklergeschäft werde sich mit der Digitalisierung erheblich verändern. Es werde darauf ankommen, wie es gelingt, in der Beratung von Kunden eine neue Rolle zu finden.