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Wirtschaft Immobiz
10/18/2021

Auszeichnung für Bauherren, die gut mit Planern zusammenarbeiten

Der Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der Architektinnen und Architekten würdigt gelungene Bauten, die durch intensiven Dialog zwischen Bauherr und Architekt entstanden sind.

von Ulla Grünbacher

Vor wenigen Tagen wurden die Gewinner des Bauherrenpreises ausgezeichnet. Aus 152 Einreichungen wurden 24 Projekte nominiert, die Jury wähle aus diesen die sechs Preisträger. Um die Projekte beurteilen zu können, besichtigt die Jury sie vor Ort. Der Bauherrenpreis würdigt herausragende Bauten und städtebauliche Lösungen der vergangenen drei Jahre, die sich durch eine intensive Zusammenarbeit zwischen Bauherr und Architekt auszeichnen.

Schulzentrum im niederösterreichischen Gloggnitz

Die niederösterreichische Stadt Gloggnitz kämpft mit Strukturproblemen. Im Zentrum ist nun der Neubau eines Schulzentrums mit quadratischem Grundriss (70x70 m) entstanden. Dietmar Feichtinger Architects schafften es in Zusammenarbeit mit Bürgermeisterin Irene Gölles, den Baukörper mithilfe von Durchgängen und -blicken nicht als Barriere wirken zu lassen.

Kapelle in Oberösterreich

Die Kapelle im oberösterreichischen Straß ist durch das Engagement des Kapellenvereins entstanden, die mit LP architektur / Tom Lechner zusammenarbeiteten. Die Konstruktion ist aus Fichtenholz, die lang gestreckten Sitzbänke aus Tannenholz wie der Boden. Die Mitglieder des Kapellenvereins legten selbst Hand an.

Verbindungslift in Steyr

Der Panoramalift in Steyr, Oberösterreich, geplant von reitter Architekten, verbindet Steyrdorf und die Anhöhe Tabor mit einem Lift. Es hat 100 Jahre gedauert, bis eine bequeme Verbindung geschaffen wurde, schließlich sollte der Lift nicht die Treppe verdecken. Der Architekt platzierte den Lift in Abstimmung mit der Stadt halb im Fels, halb draußen. In 40 Metern Höhe erwartet Besucher ein toller Ausblick vom auskragenden Aussichtssteg aus Cortenstahl.

Steinbockzentrum in Tirol

Der Neubau des Steinbockzentrums in St. Johann in Pitztal thront auf einem Plateau. Was man auf den ersten Blick für einen Holzbau hält, entpuppt sich als Gebäude mit vorgehängten, rostbraunen Betonplatten. Die ARGE Atelier Rainer Köberl /Daniela Kröss, wollte an den Stadl erinnern, der an der Stelle stand. Über einen Stahlsteg gelangt man vom dreigeschossigen Bau barrierefrei zu den Steinbock-Gehegen. Bügermeister Elmar Haid war es wichtig, dass das Museum erweiterbar ist.

Sigmund Freud Museum

Das Sigmund Freud Museum brauchte ein gestalterisches Konzept, das von Hermann Czech, Artek Architekten und Walter Angonese in Abstimmung mit Museumsdirektorin Monika Pessler umgesetzt wurde. Das Museum wurde um die Privaträume der Familie Freud sowie ein neues Foyer samt Café und Museumsshop erweitert.

Der kirchliche Bauherr, der Verein Vinzenzgemeinschaft Eggenberg, musste viel Geduld haben. Denn es gab Kräfte, die gegen das Projekt waren. Schließlich bewilligte ein Urteil des Wiener Verwaltungsgerichts  die Errichtung des ersten VinziDorfes in Wien-Meidling, geplant vom Architekturbüro gaupenraub+/-. Da die finanziellen Mittel beschränkt waren,  bestand ein Großteil aus Spenden und ehrenamtlichen Arbeitsstunden, wie zum Beispiel von Schülerinnen der HTL Mödling. Entstanden sind sieben Minihäuser mit jeweils zwei Wohneinheiten für alkoholkranke Obdachlose.  Ein vorbildliches Projekt ehrenamtlichen Engagements. 

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