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Marktanalyse
03/16/2017

Immobilien: "Zeit zu verkaufen"

Experten raten zum Verkauf von gebrauchten Liegenschaften.

von Andreas Anzenberger

Der große Hype bei Wohnungen und Häusern ist laut den Immobilienexperten von Raiffeisen vorerst vorbei. Für 2017 erwarten die beiden Geschäftsführer Peter Weinberger und Nikolaus Lallitsch eine Stabilisierung der Verkaufspreise auf hohem Niveau. Wobei es allerdings keinen einheitlichen Marktrend gibt, sondern weiterhin große regionale Unterschiede. Lallitsch spricht daher von einem "Fleckerlteppich".Die Nachfrage in den Ballungszenten oder in den Randregionen von Städten ist nach wie vor hoch. Die Zeiten, wo reiche Russen groß eingekauft haben, sind allerdings schon länger vorbei. Stark ist derzeit vor allem die Nachfrage nach gebrauchten Immobilien.

Billiger als neu gebaut

Diese Objekte sind billiger als neugebaute Wohnungen und daher auch für einen größeren Personenkreis erschwinglich. Verkaufswilligen Immobilienbesitzern raten die Raiffeisen-Makler nicht mehr länger zuzuwarten, sondern sich jetzt von nicht benötigten Liegenschaften zu trennen. "Es ist eine gute Zeit zu verkaufen." Zumal die Zinsen in den kommenden Jahren steigen würden und die Finanzierung von Immobiliengeschäften über Kredite für die Käufer teurer und damit schwieriger werde.

Einfamilienhäuser sind vor allem in den Randregionen von größeren Städten gefragt. Das gilt etwa für den sogenannten Speckgürtel rund um Wien. Nicht jedoch irgendwo am Land.

Manche Eigentümer haben für solche Objekte viel zu hohe Preisvorstellungen. Zumal bei den über 50-jährigen das Interesse steigt, vom Land in die Ballungszenten zurückzukehren. "Für ein Einfamilienhaus am Land bekommt man keine Wohnung in der Stadt", berichtet Weinberger aus der Praxis. Zudem stehen mehrere Großprojekte von Bauträgern und Wohnbaugenossenschaften kurz vor der Fertigstellung. Diese neuen Angebote könnten dafür sorgen, dass die Preise bei Neubauten nicht weiter abheben.

Neue Angebote

Der Prokurist und Leiter der Wohnimmobilien bei Otto Immobilien, Richard Buxbaum, sagt "Grundriss und Grundriss und Grundriss". Wegen dem Trend zu kleineren Wohnungen werde die Raumanordnung immer wichtiger, um für eine Wohnung auch einen wirklich guten Preis zu erzielen. Wenn alles passt, seien auch weiterhin Spitzenpreise möglich.

Dass Wien bei einer Umfrage des Beratungs-Unternehmens Mercer unter Managern erneut zur lebenswertesten Stadt gewählt wurde, ist eine gute Werbung für den Immobilienmarkt der Bundeshauptstadt. Das gilt insbesondere für Interessenten aus dem Ausland. Buxbaum: "Das macht schon Eindruck. Wien ist ein sicherer Immobilienstandort."

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