Wirtschaft
20.01.2012

Ikea fährt Rekordgewinn ein

Der Möbelgigant konnte im Vorjahr den Gewinn um mehr als zehn Prozent steigern. Das "traute Heim" sei in unsicheren Zeiten gefragt. Mehr Standorte in Österreich.

So ein Ergebnis wünscht sich jedes Unternehmen - vor allem in wirtschaftlich unsicheren Zeiten: Der Möbelkonzern Ikea verzeichnete im Geschäftsjahr 2011 2,97 Milliarden Euro Reingewinn - ein Plus von 10,3 Prozent. Der Umsatz stieg um 6,9 Prozent auf 24,7 Milliarden Euro, wie die Ikea-Gruppe am Freitag mitteilte.

Einsparungen und neue Häuser

Bei Ikea meint man die Gründe für den Rekordgewinn zu kennen. In unsicheren Zeiten konzentrierten sich die Menschen auf ihr Heim, sagte der internationale Ikea-Chef Mikael Ohlsson. "Wir wissen, dass das Zuhause der wichtigste Ort auf der Welt ist." Den Gewinnsprung führte er auf den gestiegenen Absatz sowie auf interne Einsparungen zurück. Ikea eröffnete sieben neue Möbelhäuser und betreibt nun 287 Läden in 26 Ländern.

Das Wachstum habe sich gleichmäßig auf die Märkte Deutschland, USA, Russland und China verteilt, sagte Ohlsson. Deutschland ist mit 15 Prozent des Umsatzes wichtigster Einzelmarkt für das Möbelhaus mit schwedischen Wurzeln. Der nicht börsennotierte Konzern wird von einer Holding in den Niederlanden gelenkt.

Österreich: Weitere Standorte geplant

Wie Ikea bereits im Oktober bekannt gab, plant man in Österreich weitere Häuser. "Es wird nicht bei sieben Standorten bleiben. Einer kommt sicher noch in Wien, aber auch in anderen Bundesländern gibt es noch Potenzial", sagte Ikea-Österreich-Chefin Giny Boer. Erstmals denke man auch darüber nach, die Geschäfte kleiner zu halten, um in Innenstadtlagen ziehen zu können. Zuletzt haben die Schweden im November 2008 in Klagenfurt eine Filiale aufgemacht.

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