Harald Mahrer: "Zuversicht kehrt zurück"

Die ALPIN CARD kann Distancing am Besten
Die Öffnung der Lokale und Läden bringt wieder Bewegung ins Geschäft. Aber nicht überall. Neue Hilfspakete werden geschnürt

„Die Stimmung ist besser als gedacht“, meint Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer und untermauert seine  Zuversicht mit einer Imas-Umfrage. Demnach ist mit der Öffnung der Geschäfte und Gastronomie wieder Optimismus unter den Geschäftsleuten aufgekehrt. Waren vier Wochen nach dem Shutdown nur 36 Prozent der Befragten zuversichtlich, ist es mittlerweile so gut wie jeder Zweite, sagt Mahrer.

Allerdings hängt das Ergebnis stark davon ab, wo man nachfragt. In der Salzburger Innenstadt, durch die sich normalerweise Touristenmassen schieben, gibt es noch viel Platz zur Entfaltung. „Hier hofft man, dass die Grenzöffnung nach Deutschland Bewegung bringt“, sagt Mahrer. In der Tourismusstadt Wien ist die Situation noch verfahrener. Der Großteil der  Touristen reist hier traditionell mit dem Flugzeug an, viele  auch, um an einen Kongress teilzunehmen. Doch die  Flieger sind großteils am Boden, die Veranstaltungsbranche ebenso. Kongresse, die oft eine Vorlaufzeit von zwei Jahren haben, mussten verschoben oder abgesagt werden.

Ein Desaster für   eine ganze Reihe von Unternehmen – vom Caterer über Logistiker bis zu Tontechnikern.  Deshalb verhandeln Wirtschaftskammer und Regierung gerade zusätzliche Hilfspakete für Reiseveranstalter, Bus-Unternehmen und Reisebüros. „Es kann sein, dass wir kommende Woche die  Lösung für die eine oder andere Branche fertig haben“, sagt Mahrer. Der Teufel stecke einmal mehr im Detail.

Ein Sonderbudget in Höhe von 40 Millionen Euro gibt es heuer auch für die Österreich Werbung (ÖW), die damit vor allem  auch die Österreicher zu einem Urlaub im eigenen Land animieren soll. Die Idee dahinter ist einfach: Die Österreicher sollen das Geld im eigenen Land ausgeben und damit die Wirtschaft ankurbeln. Machen 20.000 Familien in Österreich Urlaub und geben dabei 1.600 Euro aus, spült das mehr als 30 Millionen Umsatz in die Kassen der Händler und Gastronomen, rechnet die Wirtschaftskammer vor. Obendrein würden so direkt oder indirekt mehr als 300 Jobs geschaffen werden.

Ob die Rechnungen aufgeht, bleibt abzuwarten.

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