© Kurier/Gilbert Novy

Wirtschaft
12/05/2020

Handel: Die Ruhe vor dem großen Ansturm

Infrarotschranken, extra Security und die Pflicht, Einkaufswägen zu nutzen, sollen die Massen lenken

von Simone Hoepke

Zum subjektiven Gefühl gibt es jetzt eine offizielle Studie: Am Montag ist mit „einem regelrechten Sturm auf die Geschäfte“ zu rechnen, schreibt das Gallup Institut mit Verweis auf ihre Umfrage. Laut dieser haben 53 Prozent der Österreicher ihre Weihnachtseinkäufe noch vor sich – und jeder zweite von ihnen wartet auf die Wiedereröffnung der Geschäfte. Abspielen wird es sich vor allem in den Shoppingcentern, orakeln die Meinungsforscher.

Diese haben sich mit umfassenden Hygienemaßnahmen vorbereitet, wie Christoph Andexlinger, Centermanager der Spar-Shoppingcenter SES (u. a. Europark Salzburg), betont. Von der Umprogrammierung der Frischluftzufuhr bis zum häufigen Reinigen der Handläufe bei den Rolltreppen sei für alles gesorgt. Für die Einhaltung der 10-Quadratmeter-Regel seien jedoch die Mieter selbst verantwortlich. Sie müssen sicherstellten, dass jedem Kunden rein rechnerisch zehn Quadratmeter Platz im Laden zur Verfügung stehen. Fragt sich nur wie.

Infrarotschranken

„Wir haben bei jeder Filiale Infrarotschranken, die zählen, wie viele Kunden in das Geschäft gehen“, erläutert Norbert W. Scheele, Chef der Modekette C&A in Österreich und Zentral- und Osteuropa. In Hochfrequenzlagen, wie der Mariahilfer Straße, wurde zusätzliches Security-Personal angeheuert. Scheele: „Das haben wir schon bei der Wiedereröffnung im Frühjahr gemacht, um die Mitarbeiter zu entlasten.“

Andere Händler helfen mit Einkaufswagerln und Körben bei der Kundenstromregulierung. Vorgemacht haben das ja bereits Lebensmittelhändler, deren Filialen nur betreten darf, wer einen Einkaufswagen vor sich her schiebt. Hintergrund: Steht kein Wagen mehr vor dem Geschäft, herrscht drinnen Überfüllung. Ein System, dass auch die Morawa-Buchhandlung in der Wollzeile übernimmt – mit ihren Einkaufskörben beim Eingang.

Selbst wenn sich die Händler Sicherheitsmaßnahmen überlegt haben, „ohne die Hilfe der Kunden können wir die Einhaltung der Sicherheitsabstände nicht schaffen“, betont Handelsobmann Rainer Trefelik. Er hofft, dass sich die Kundenströme entzerren lassen. Mit diesem Ziel haben sich die Sozialpartner übrigens auch darauf geeinigt, dass die Geschäfte am 8., 12. und 19. Dezember eine Stunde länger (bis 19 Uhr) öffnen dürfen.

Center-Manager Christoph Andexlinger rät übrigens dazu, morgens vor elf oder nach 15 Uhr shoppen zu gehen. Zumindest am Feiertag und an den Samstagen sei da erfahrungsgemäß am wenigsten los.

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