Wirtschaft 11.01.2013

Gutes Börsenjahr für Bank- und Konsumtitel

Mexiko © Bild: Reuters/HENRY ROMERO

Bei Staatsanleihen gibt es eine Empfehlung für Mexiko.

Die Wirtschaft floriert und wächst heuer voraussichtlich um 3,5 Prozent. Die Staatsschulden machen nur rund 40 Prozent der Wirtschaftsleistung aus. Die Landeswährung wird weiter aufwerten. Die Rede ist von Mexiko. Für die Veranlagungs-Experten der Semper Constantia Privatbank zählt die lateinamerikanische Volkswirtschaft zu jenen Ländern, deren Anleihen Anleger heuer kaufen sollten. Auf der Empfehlungsliste stehen auch Anleihen aus Polen oder Russland. Und zwar jeweils in Landeswährung. Die Erwartung: Diese Währungen werden gegenüber dem Euro an Wert zulegen. Inklusive dieser Währungsgewinne wären da durchaus Erträge von zehn Prozent und mehr drinnen, sagen die Semper-Experten voraus.

Im Aktienbereich hat die Privatbank jetzt ordentlich Gas gegeben. Liegt der Aktienanteil für die empfohlene Veranlagung in „Normalzeiten“ bei fünfzig Prozent, wurde diese Quote auf 70 Prozent erhöht. Kursgewinne erwarten sich die Privatbanker vor allem bei Finanztiteln und Aktien aus dem Konsumbereich. Europäische Bankaktien sollten ein besonders gutes Jahr vor sich haben, meinen die Analysten. Die Raiffeisen Bank International gefällt ihnen dabei besonders gut. Aus dem Konsumbereich empfehlen sie derzeit den belgischen Supermarkt-Konzern Delhaize, der in elf Ländern vertreten ist.

Von den in Wien notierten Aktien werden auch die Erste Group und die Post zum Kauf empfohlen. Für die Wiener Börse bringen die Semper-Experten überhaupt viel mehr Optimismus auf als andere Analysten. Sie trauen dem Leitindex ATX zu, dass er heuer auf 3000 Punkte klettert. Das wäre gegenüber dem derzeitigen Stand ein Plus von 22 Prozent.

Anlegern, die globale Investmentchancen suchen, werden Aktien ans Herz gelegt, die von der steigenden Konsumlust in Wachstumsmärkten wie China profitieren. Interessierte müssen sich dafür aber nicht unbedingt an der Börse von Schanghai umschauen. Auch multinationale Konzerne wie Nestlé oder Unilever sind dort schon dick im Geschäft.

Erstellt am 11.01.2013