People walk outside an unemployment bureau in Athens March 7, 2013. Greece's jobless rate fell in December for the first time since a crippling recession began five years ago, helped by a bailout deal that propped up companies' willingness to hire in the short-term. REUTERS/Yorgos Karahalis (GREECE - Tags: BUSINESS EMPLOYMENT POLITICS)

© Reuters/YORGOS KARAHALIS

Rekordarbeitslosigkeit
03/14/2013

Viertel der Griechen ohne Job

Mit 26 Prozent kletterte die griechische Arbeitslosenquote auf eine neues Rekordhoch.

Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist Ende 2012 abermals auf ein Rekordhoch gestiegen. Die Arbeitslosenquote legte im vierten Quartal auf 26 Prozent zu, von 24,8 Prozent im dritten Quartal, wie das nationale Statistikamt am Donnerstag mitteilte. Es war der höchste Wert seit Beginn der Erhebung von Quartalsdaten 1998. Wie sehr die anhaltende Rezession belastet, zeigt der langfristige Vergleich: Ende 2011 lag die Quote noch bei 20,7 Prozent.

Die gesamte griechische Wirtschaft war im Schlussquartal 2012 zum Vorjahr um 5,7 Prozent geschrumpft. Griechenland steckt seit 2008 tief in der Rezession und hängt seit 2010 am Finanztropf seiner Euro-Partner. Die EU-Kommission sagt dem Land 2013 noch einmal ein Schrumpfen der Wirtschaft um 4,4 Prozent voraus. Erst im nächsten Jahr dürfte es demnach leicht bergauf gehen.

Mehr Zeit

Griechenlands Regierung und die Geldgeber-Troika brauchen mehr Zeit, um die im März fällige Kontrolle des griechischen Konsolidierungsprogramms abzuschließen. Dies teilte am Mittwochabend der griechische Finanzminister Ioannis Stournaras mit. Vorangegangen war ein fast zweieinhalbstündiges Treffen des griechischen Regierungschefs Antonis Samaras mit den Experten von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF). Stournaras machte keinen Hehl daraus, dass noch mehrere Themen offen und noch nicht alle Unstimmigkeiten aus dem Weg geräumt seien.

"Die Troika wird in einigen Tagen wieder kommen. Dann werden wir das Paket (alle Themen) abschließen", sagte Stournaras. Es gebe keine unüberwindbaren Probleme, hieß es. Ohne das grüne Licht der Troika kann die März-Tranche in Höhe von 2,8 Milliarden Euro nicht ausgezahlt werden.

Nach Informationen aus Kreisen der Regierung geht es bei den noch offenen Themen vor allem um die schleppende Eintreibung von Steuern. Zudem besteht die Troika darauf, dass eine vergangenes Jahr erhobene Sonderimmobiliensteuer weiterhin zusammen mit der Stromrechnung der Griechen gezahlt wird. Athen will, dass diese Sondersteuer getrennt gezahlt wird. Viele Griechen hatten 2012 wegen dieser Steuer große Schwierigkeiten, ihre Stromrechnungen zu zahlen.

Probleme soll es auch in Zusammenhang mit ausbleibenden Entlassungen von Staatsbediensteten geben. Aus Angst vor unkontrollierbaren Reaktionen und sozialen Unruhen versucht Athen, die Entlassung von 25 000 Staatsbediensteten in diesem Jahr nicht in die Tat umzusetzen.

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