Wirtschaft
17.08.2017

Gewalt in Virginia: Auch Apple-Chef kritisiert Trump-Aussagen

Cook-Brief wurde wenige Stunden nach Auflösung zweier Beratergremien durch den US-Präsidenten öffentlich.

Apple-Chef Tim Cook hat US-Präsident Donald Trump für dessen Umgang mit der Gewalt in Virginia gerügt und sich damit der Kritik vieler Top-Manager angeschlossen. "Ich widerspreche dem Präsidenten und anderen, die glauben, dass die weißen Rassisten und Nazis mit denjenigen, die sich ihnen widersetzen, indem sie für Menschenrechte einstehen, moralisch gleichgesetzt werden können"

Das schrieb Cook am Mittwochabend laut der Technologieplattform Recode an seine Mitarbeiter. Wer beide auf eine Stufe stelle, verrate "unsere Ideale als Amerikaner".

Der Cook-Brief wurde wenige Stunden nach der Auflösung von zwei Beratergremien durch den US-Präsidenten öffentlich. Diese Maßnahme hatte Trump ergriffen, nachdem sich mehrere Mitglieder zurückgezogen hatten. Dazu gehörten die Chefs von Merck, Intel, 3M und Under Armour. Auch der Vorsitzende des Gewerkschaftsverbandes AFL-CIO trat aus dem Industrierat aus. Sie protestierten damit gegen Trumps Äußerungen, wonach linke und rechte Gruppen für die Ausschreitungen in Charlottesville verantwortlich seien.