Für Euro-Zahler ist Gold so teuer wie noch nie

Für Euro-Zahler ist Gold so teuer wie noch nie
Der Preis der Krisenwährung Gold steigt und steigt. Getrieben von Krisenherden und Zollstreitereien soll er weiter steigen.

An den Zollstreit zwischen den USA und China sind Kleinanleger und Großinvestoren mittlerweile zwar schon gewohnt. Aktuell schaukelt sich dieser Streit aber wieder auf – und verunsichert alle, die Geld veranlagt haben. In solchen Situationen wird oft Gold als „sicherer Hafen“ angesteuert. So auch zum Beginn dieser Woche: Mit rund 1.555 US-Dollar je Feinunze (31,3 Gramm) erreichte der Goldpreis den höchsten Stand seit sechseinhalb Jahren. In Euro gerechnet war das Edelmetall mit 1.393,22 überhaupt so teuer wie noch nie.

Bisheriger Rekord

Vom bisherigen Rekordhoch von rund 1.900 Dollar im November 2011 ist der Goldpreis zwar noch ein Stück entfernt. Experten gehen aber davon aus, dass sich das Edelmetall durch steigende Nachfrage weiter verteuern wird. Argumente dafür gibt es etliche.

Sicherer Hafen

Zahlreiche Unruhe- und Krisenherde treiben die Anleger in sichere Häfen. Zu Zoll- und Handelsstreitereien kommen ein chaotischer Brexit, der immer näherrückt, politische Unruhen in Hongkong, die instabile Lage im hoch verschuldeten Italien oder die tiefe Krise, in die Argentinien erneut gestürzt ist. Nicht zu vergessen ist die globale Konjunktur, die sich spürbar einbremst.

Negative Renditen

Ein weiterer Grund dafür, dass Gold noch heller glänzen könnte, liegt in der Rendite: Gold wirft keinen laufenden Ertrag ab, was in Zeiten hoher Zinsen ein Nachteil ist. Von hohen Zinsen ist aber weit und breit keine Spur. Im Gegenteil: Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg weisen derzeit globale Staatsanleihen im Wert von fast zwölf Billionen US-Dollar negative Renditen auf. Für viele Anleger gilt das zinsenlose Gold als Alternative dazu.ck

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