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Bieterverfahren
03/02/2016

Forum Donaustadt: Investor muss 250 Mio. in die Hand nehmen

Wirtschaftsagentur Wien startet Suche nach Interessenten. Ein Österreich-Konsortium wälzt schon konkrete Pläne.

von Kid Möchel

Am Dienstag fiel der Startschuss für eines der größten Immobilienprojekte in Wien. Für das "Forum Donaustadt", ein Gemeinschaftsprojekt der Wirtschaftsagentur Wien und der Swiss Town Consult AG, wird im Rahmen eines europaweiten Bieterverfahrens ein Investor gesucht. Das neue Stadtquartier am Wiener Adolf-Schärf-Platz ist bloß einen Steinwurf vom EKZ Donauzentrum und der U-Bahn-Station Kagran entfernt.

Der "multifunktionale Stadtteil" soll im Endausbau 105.000 Quadratmeter Brutto-Geschossfläche und 80.000 Quadratmeter Nutzfläche umfassen. 40 Prozent sind als Wohnungen und 60 Prozent als gewerbliche Flächen gewidmet. Dazu zählen ein Büroturm mit 37 Stockwerken (145 Meter) und ein 90 Meter hoher Turm mit 200 Wohnungen. "Es wird das gesamte Projekt an einen Investor verkauft, weil wir nur einen Ansprechpartner haben wollen", sagt Rainer Holzer von der Wirtschaftsagentur Wien zum KURIER. Dem Vernehmen nach muss ein Investor für die Projektkosten inklusive den Liegenschaften etwa 30 Millionen Euro hinblättern. Die gesamte Transaktion wickelt der Wiener Immobilienexperte Eugen Otto ab.

Erste Stufe

"Wir haben das Projekt so aufgesetzt, dass wir nur die erste Stufe machen", sagt Holzer. "Für den Bau und den großen Kapitalbedarf holen wir Investoren an Bord." Nachsatz: "Die gesamten Investitionskosten für das Forum Donaustadt liegen bei 250 bis 260 Millionen Euro."

Laut Branchenkennern kommen dafür nur ein, zwei Handvoll Investoren in Frage, die ein solches Großprojekt überhaupt finanziell stemmen können. Als potenzielle Interessenten werden die Signa Holding um René Benko und die Austria Real Estate (ARE), eine Tochter der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), gehandelt, ebenso der Immobilien-Tycoon Georg Stumpf. "Wir schauen uns interessante Projekte an und evaluieren, ob sie für uns infrage kommen können" sagt Signa-Sprecher Robert Leingruber. "Zu diesem aktuellen Projekt gibt es seitens Signa keinen Kommentar."

Konsortium bestätigt Interesse

Nicht so zugeknöpft ist der Wiener Immobilien-Experte Anton Bondi de Antoni, der schon mit dem US-Finanzinvestor Prudential das neue Wiener OPEC-Gebäude und das Haus der Europäischen Union in der Wiener Wipplingerstraße entwickelt hat; außerdem – mit dem SachsenFonds – den sogenannten Katamaran, die Zentrale des ÖGB an der Donau.

"Ich nehme mit einem Konsortium österreichischer Unternehmer an dem Bieterverfahren teil", bestätigt Bondi dem KURIER. "Wir haben zwei Wohnbauträger an Bord, die den Bereich Wohnungen abdecken werden."

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