Ein Greyhound-Bus.

© REUTERS/Jose Luis Gonzalez

Wirtschaft

Flixbus-Mutter kauft US-Busikone Greyhound

Die britische FirstGroup verkauft das Unternehmen um 148 Millionen Euro.

10/21/2021, 09:32 AM

Die legendĂ€ren „Greyhound“-Überlandbusse gehören kĂŒnftig zu Flixbus. Die Dachgesellschaft FlixMobility kauft Greyhound Lines, den grĂ¶ĂŸten Fernbusbetreiber der USA, fĂŒr bis zu 172 Millionen Dollar (148 Millionen Euro) vom britischen Eisenbahn- und Nahverkehrs-Unternehmen FirstGroup, wie beide Seiten am Donnerstag mitteilten.

„Eine stetige Weiterentwicklung unseres Netzes durch Kooperationen oder ZukĂ€ufe ist schon immer ein wesentlicher Teil unserer Wachstumsstrategie, um unsere globale PrĂ€senz weiter auszubauen“, erklĂ€rte FlixMobility-MitgrĂŒnder und -Chef Jochen Engert. „Die Übernahme von Greyhound bringt uns hier einen entscheidenden Schritt weiter und stĂ€rkt die Position von FlixBus in den USA.“

Dort sowie in Kanada und Mexiko verkehren 1300 Greyhound-Busse, die laut FlixMobility 2400 Ziele in Nordamerika ansteuern und pro Jahr von 16 Millionen Passagieren genutzt werden.

Flixbus ist selbst seit 2018 in den USA vertreten und hatte den Betrieb dort im FrĂŒhsommer wieder hochgefahren. USA-Chef Pierre Gourdain hatte im Juni angekĂŒndigt, Flixbus wolle dort bis 2023 das umfangreichste Netz anbieten.

Corona-Einbruch in Busbranche

Weltweit hatte Flixbus 2019 - vor dem Virus-Ausbruch - 62 Millionen Passagiere befördert. Die Pandemie hatte das Reise-GeschĂ€ft zeitweise fast vollstĂ€ndig zum Erliegen gebracht. FirstGroup hatte die Greyhound Lines 2007 ĂŒbernommen, hatte aber schon vor der Corona-Pandemie nach einem KĂ€ufer gesucht. Auch das GeschĂ€ft von Greyhound litt zuletzt stark unter den BeschrĂ€nkungen wegen der Virus-Krise. Von April 2020 bis MĂ€rz 2021 lag der Umsatz laut dem bisherigen EigentĂŒmer FirstGroup bei 423 Millionen Dollar, der bereinigte operative Gewinn bei 1,8 Millionen.

FlixMobility zahlt zunĂ€chst rund 140 Millionen Dollar fĂŒr Greyhound, 32 Millionen sollen in den nĂ€chsten 18 Monaten in Raten fließen. Der neue EigentĂŒmer mietet die Immobilien von Greyhound, die bei FirstGroup bleiben. Die StaatszuschĂŒsse von 108 Millionen Dollar, die Greyhound zum Ausgleich der pandemie-bedingten Verluste von der US-Regierung erhalten hat, bleiben bei Greyhound und kommen damit FlixMobility zugute. Unter dem Strich werde Greyhound damit mit 46 Millionen Dollar bewertet.

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