Wirtschaft 23.04.2012

Fiskus kassierte bis März 16,2 Mrd.

© Bild: APA/BARBARA GINDL

Die offiziellen Steuereinnahmen liegen vor: Im März zahlten die Österreicher so viel Lohnsteuer wie noch nie.

Das Finanzministerium hat am Montag die Steuereinnahmen für die Monate Jänner bis März veröffentlicht. Die Gesamteinnahmen lagen demnach bei 16,2 Mrd. Euro - das sind um rund 600 Mio. Euro oder 3,8 Prozent mehr als im ersten Quartal des Vorjahres. Starke Zuwächse hat es bei der Lohnsteuer und der Körperschaftssteuer auf Unternehmensgewinne gegeben, die Umsatzsteuer hat leicht zugelegt. Zurückgegangen sind dagegen die Einnahmen aus der Bankenabgabe und die veranlagte Einkommenssteuer.

Insgesamt haben Einkommens- und Vermögenssteuern im ersten Quartal rund 7,0 Mrd. Euro eingebracht - um rund 390 Mio. Euro oder 5,9 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten 2011. Der größte Brocken kommt in diesem Bereich aus der Lohnsteuer der unselbstständig Beschäftigten (5,4 Mrd. Euro, plus 8,6 Prozent), die Körperschaftssteuer auf Unternehmensgewinne hat mit rund 940 Mio. Euro um 14,8 Prozent mehr erbracht. Zurückgagengen sind dagegen die Bankenabgabe (um 10,2 Prozent auf 118 Mio. Euro), die veranlagte Einkommenssteuer (minus 37,6 Prozent auf 113 Mio. Euro) und die Kapitalertragssteuer auf Zinsen (minus 63 Prozent auf 67,2 Mio. Euro).

Finanzausgleich

Moderat zugelegt haben auch die Einnahmen aus der Umsatzsteuer, die traditionell den größten Einzelposten bei den Steuereinnahmen ausmachen. Die Konsumenten haben in den ersten drei Monaten 6,2 Mrd. Euro (plus 152 Mio. Euro bzw. 2,5 Prozent) für das Budget erbracht. Dementsprechend liegen auch die Verbrauchssteuern im Plus (plus 3,1 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro): Deutlich zugelegt hat hier die Tabaksteuer (plus 6,9 Prozent auf 385 Mio. Euro), nur leicht angesichts hoher Benzinpreise dagegen die Mineralölsteuer (plus 1,2 Prozent auf 788 Mio. Euro).

Insgesamt liegen die Steuereinnahmen im ersten Quartal mit 3,8 Prozent im Plus. Ein guter Teil der Mittel fließt allerdings entsprechend den Regeln des "Finanzausgleichs" an Länder und Gemeinden weiter (deren Ertragsanteile sind um 5,0 Prozent auf 5,9 Mrd. Euro gestiegen). Stark zugelegt hat auch der EU-Beitrag - um 13,5 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro.

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Erstellt am 23.04.2012