Wirtschaft
21.01.2012

Faymann: „Griechenland stabilisieren“

Zehn Tage vor dem Euro-Gipfel beriet sich die deutsche Kanzlerin mit drei Amtskollegen über Fiskalpaket und Transaktionssteuer.

Im Barockschloss Meseberg, rund 70 Kilometer nördlich von Berlin, empfängt die deutsche Kanzlerin Angela Merkel gerne Staatsgäste. Am Donnerstagabend beriet Merkel mit Bundeskanzler Werner Faymann und den Regierungschefs von Portugal, Pedro Passos Coehlo, und Schweden, Fredrik Reinfeldt. Faymann sprach anschließend mit dem KURIER über die wichtigsten Themen des Treffens:

Griechenland „Wir müssen weiter daran arbeiten, Griechenland finanziell zu stabilisieren. Darüber hinaus sind aber noch zwei Maßnahmen wichtig: Die Griechen müssen effizienter beim Einheben der Steuern werden, da können wir helfen. Und wir müssen weiter dazu beitragen, die griechische Wirtschaft wettbewerbsfähig zu machen.“

Ungarn „Regierungschef Orbán weiß, dass er ausländischen Investoren Rechtssicherheit bieten muss. Das ist die Grundlage für weitere konstruktive Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds.“

Europäische Ratingagentur „Wir sollten schnell daran arbeiten, diese aufzubauen, dürfen uns davon aber keine schnellen Wunder erwarten. Es wird Jahre dauern, bis eine solche Agentur auch weltweite Glaubwürdigkeit hat.“

Wachstum „Wir müssen noch mehr für mehr Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit in Europa machen.“

Finanztransaktionssteuer „Wenn wir schnell sind, kann da schon 2014 Geld in die Budgets fließen.“

Deutsch-französische Führung „Ich sehe es nicht negativ, dass Merkel und Sarkozy in Europa vieles vorbesprechen. Das sind die beiden größten Länder mit besonders großer Verantwortung. Aber umso wichtiger sind Treffen, wo auch wir, die kleineren Länder, dabei sind.

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