Uber-Mitgründer Trevis Kalanick

© APA/AFP/WANG ZHAO

Wirtschaft
12/26/2019

Ex-Uber-Chef Trevis Kalanick verlässt das Unternehmen

Tritt als Verwaltungsrat ab und konzentriert sich auf neue Geschäfte. Zuvor verkaufte er fast alle seine Aktien.

Der umstrittene Mitgründer und ehemalige Firmenchef des Fahrdienstvermittlers Uber, Travis Kalanick, bricht endgültig alle Bande zu seinem Unternehmen ab. Kalanick tritt mit Jahresende als Verwaltungsrat des Unternehmens ab. Er wolle sich ab 2020 auf neue geschäftliche und philanthropische Initiativen konzentrieren, teilte der Unternehmer in einer Aussendung mit.

Kasse gemacht

Kalanick war 2017 nach einer Reihe von Skandalen unter großem Druck von Investoren als Vorstandschef zurückgetreten, hatte als Verwaltungsrat und Großaktionär zunächst aber weiter großen Einfluss behalten. Inzwischen hat der 43 Jahre alte Tech-Milliardär seine Anteile am Unternehmen weitgehend verkauft und neue Geschäftsfelder im Blick. Laut Berichten von  Financial Times und Wall Street Journal verkaufte Kalanick Aktien im Wert von mehr als 2,5 Mrd. Dollar und hält nun nur noch rund 0,5 Prozent an Uber.

Macho-Kultur

Kalanick hatte Uber 2009 mitgegründet und war als Firmenchef zunächst erfolgreich, am Ende aber sehr umstritten. Unter seiner Führung geriet die wegen ihrer aggressiven Macho-Kultur ohnehin umstrittene Firma wegen etlicher Vorwürfe - von Sexismus und Diskriminierung über Technologie-Diebstahl bis zu Spionage-Affären - stark in die Kritik.

Kalanicks Nachfolger als Uber-Chef, Dara Khosrowshahi, sprach ihm zum Abschied dennoch große Anerkennung aus: "Wenige Unternehmer haben etwas so Fundiertes aufgebaut wie Travis Kalanick es mit Uber getan hat". Er sei enorm dankbar für Kalanicks Weitsicht und Hartnäckigkeit. "Alle bei Uber wünschen ihm nur das Beste."

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