© KURIER /Semotan Rudolf

Wirtschaft
02/28/2012

Es gibt nur Verlierer

Die teure Rettung der Volksbank AG liegt der Republik schwer im Magen.

von Michael Bachner

Die Not(-teil-)verstaatlichung der Volksbank AG und all ihre unschönen Begleiterscheinungen wird wie jede Bankenrettung höchst kontroversiell diskutiert. Richtig ist: Politik und Bankenaufsicht haben wieder einmal in der Pendeluhr geschlafen, die bedrohliche Schieflage der ÖVAG war seit Langem bekannt. Richtig ist auch: Ob Steuerzahler, die anderen Banken – samt ihrer Kundschaft – oder auch die Regierung selbst, es gibt nur Verlierer. Also eine richtig ungute Lose-lose-lose-Situation, wie sie sich nur Masochisten wünschen können.

Nun hat die Republik also ihre dritte und sicher nicht mehr systemrelevante Pleitebank geerbt. Und wird wie bei der Kärntner Hypo oder der Kommunalkredit auf Jahre hinaus auf dem unfreiwilligen Erbe sitzen bleiben. Überlegenswert wäre vielleicht eine Versteigerung des Inventars beim Dorotheum, denn spendable Käufer für mehr oder weniger wertlose Banken werden sich in Zeiten einer Finanzkrise so schnell keine melden. Keinesfalls sollten alte Planspiele einer Fusion der Volksbanken mit der Bawag P.S.K. aus den verstaubten Schubladen geholt werden. Sonst muss demnächst das vierte Institut gerettet werden. Spätestens dann stünde das V für Verarsche.

Mehr zum Thema

  • Hintergrund

  • Hintergrund

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.