Photovoltaik-Park.

© /Stefan Sailer

Energiemarkt Österreich
06/12/2014

Erneuerbare Energien: Wer zulegt, wer verliert

Photovoltaik und Windkraft 2013 gestiegen. Marktrückgänge bei Biomassekessel und -öfen und Solarthermie.

Bei den erneuerbaren Energien gab es 2013 in Österreich in den Bereichen Photovoltaik und Windkraft starke Zuwächse. Mit einem Plus von 49,7 Prozent bei den Photovoltaik-Anlagen wurde das fünfte Jahr in Folge eine hohe Steigerungsrate und damit der "vorläufige Höhepunkt" erreicht, geht aus der Marktstudie des Verkehrs- und Infrastrukturministeriums über innovative Energietechnologien 2013 hervor.

Über 30.000 Beschäftigte in der Branche

Die Märkte in den Bereichen Windkraft, Biomasse, Photovoltaik (PV), Solarthermie und Wärmepumpen waren durch eine inhomogene Entwicklung im vergangenen Jahr gekennzeichnet. Österreichs Unternehmen haben im Bereich erneuerbare Energien 2013 mit rund 31.600 Beschäftigten einen Umsatz von etwa 4,4 Mrd. Euro gemacht. Es wurden 12,6 Mio. Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Die Energieforschung erhielt 2013 durch die öffentliche Hand eine Förderung von 124,5 Mio. Euro, was eine Steigerung von 4,5 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr ist. Von 2007 bis 2013 wurden die Energieforschungsausgaben in Österreich von 32 Mio. Euro auf knapp 124,5 Mio. Euro jährlich fast vervierfacht, geht aus der Energieforschungserhebung 2013 des Verkehrs- und Infrastrukturministeriums hervor.

Neben dem Boom bei Photovoltaik-Anlagen und dem Leistungszuwachs von 22,4 Prozent im Bereich Windkraft, gab es deutliche Rückgänge bei Biomassekessel und -öfen und der Solarthermie.

Der Gesamtabsatz von Wärmepumpen stieg von 2012 auf 2013 um 0,5 Prozent auf 27.638 Anlagen und stagnierte damit auf relativ hohem Niveau. Leichte Rückgänge im Inlandsmarkt von 2,3 Prozent konnten durch Steigerungen im Exportmarkt von 6,7 Prozent überkompensiert werden.

Der heimische Verbrauch fester Biobrennstoffe ist von 13,2 Mio. Tonnen auf 13,6 Mio. Tonnen im vergangenen Jahr angestiegen. Die Biomassekessel-Hersteller exportieren rund 75 Prozent ihrer Produktion, zwei von drei in Deutschland installierte Biomassekesseln stammen aus Österreich.

"Magische Grenze überschritten"

Durch den bundesweiten Zubau von 263,089 Megawattpeak (MWp) an PV-Anlagen ist "die magische Grenze des ersten Prozents des gesamtösterreichischen Energieverbrauchs überschritten", so Hans Kronberger vomBundesverband Photovoltaic Austria(PVA) am Donnerstag in einer Aussendung. Damit sei bereits im vergangenen Jahr eine Prognose aus dem Jahre 2010 von 0,1 Prozent für das Jahr 2020 um das elffache überboten worden. "Die Österreicher sind international nach einem Spätstart in einem dramatischen Aufholprozess", so Kronberger.

Der Zeitpunkt zur Errichtung einer PV-Anlage ist laut PVA "so günstig wie noch nie". Die Anlagenpreise seien gegenüber dem Vorjahr neuerdings gesunken und dürften für längere Zeit am unteren Ende angekommen sein. Der Fördertopf des Klimafonds zur Förderung von Kleinanlagen ist noch gut gefüllt, heißt es in der Aussendung.

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