Wirtschaft
05.12.2011

Eine Million Brieffächer werden getauscht

In Wiens Zinshäusern wird in den nächsten Monaten heftig gebohrt und montiert.

Wie berichtet, müssen die alten Hausbriefkästen laut Postmarktgesetz getauscht werden. Künftig müssen es die neuen Anlagen allen Zustellern ermöglichen, Post einfach einzuwerfen. So sollen auch andere Anbieter als die staatliche Post Briefe und Werbesendungen zustellen können.

Die zuständige Postservicegesellschaft sucht noch nach Montage-Firmen, die die alten Kästen ausbauen und die neuen einbauen. "Die ersten Montagearbeiten sollen schon im September starten", erklärt Post-Sprecher Michael Homola, Ende 2012 will man fertig sein.
Hauseigentümer können sich zwischen weißen oder grauen Postfächern entscheiden. Der Austausch sollte in wenigen Stunden über die Bühne gehen, größere Maurer- oder Stemmarbeiten sind laut Homola nicht zu erwarten.

"Wenn Post drinnen ist, wird sie aus den alten Fächern rausgenommen und in die neuen reingelegt" beruhigt Homola Befürchtungen, Briefe könnten dabei verschwinden.
Die Tauschaktion kostet die Post 40 Millionen Euro. Insgesamt sind rund eine Million Fächer umzurüsten, der Tausch betrifft aber nur jene Häuser, die mehr als vier Abgabestellen in mehr als zwei Geschoßen haben. Homola: "Bei Einfamilienhäusern am Land tauschen wir nicht."

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