Dritte Pleite einer ambitionierten Haus- und Elektrotechnik-Firma
„Die IBE-Solution GmbH ist ein zukunftsorientiertes Ingenieurbüro der Energietechnik und Gebäudetechnik mit langjähriger Erfahrung und hohem Qualitätsanspruch. Durch den klaren Kundenfokus tragen wir zum wirtschaftlichen Erfolg unserer Auftraggeber bei und streben eine langfristige und vertrauensvolle Partnerschaft an“, heißt es auf der Firmen-Homepage. „Wir verdienen das Vertrauen unserer Kunden durch maßgeschneiderte und innovative Lösungen nach dem aktuellen Stand der Technik unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Kriterien. Flexibilität, Verlässlichkeit und die fachliche Kompetenz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind weitere Eigenschaften, die unsere zufriedenen Kunden schätzen.“
Die IBE-Solution GmbH mit Sitz in St. Michael hat Landesgericht Leoben ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. 12 Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen.
„Unternehmensgegenstand ist die Erbringung von Planungsleistungen und Bauleitungsleistungen für Haus- und Elektrotechnik. Dabei wird vornehmlich bei größeren Projekten die gesamte Installationstechnik geplant und man ist vor allem für Gewerbe- und Industriekunden tätig“, so der AKV.
Das Unternehmen unterhält drei Standorte: in 8770 St. Michael in der Obersteiermark, in 9524 Villach und in Wien-Favoriten.
Die Insolvenzursachen
„Hinsichtlich der Insolvenzursachen führt man aus, dass eine Kundenforderung in der Höhe von 400.000 Euro nicht einbringlich gemacht werden konnte und diesbezüglich soll derzeit ein Zivilprozess in Deutschland anhängig sein. Ob diese Forderung einbringlich gemacht werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar“, so AKV
Doch das ist nicht die erste Insolvenz: Über das Vermögen der Gesellschaft waren bereits zu den Geschäftszahlen 18 S 13/23x und 18 S 20/24b Sanierungsverfahren anhängig. Im zweiten Verfahren wurde ein Sanierungsplan mit 20 Prozent Quote abgeschlossen, wobei die letzte Teilquote von 3,75 Prozent nicht bezahlt werden konnte.
Schulden und Vermögen
Die Verbindlichkeiten sollen rund 800.000 Euro ausmachen. Die Aktiva werden mit 168.000 Euro beziffert, davon entfallen 60.000 Euro auf Bankguthaben.
Die Sanierung
„Man strebt eine Unternehmensfortführung und den Abschluss eines Sanierungsplans mit den Gläubigern an, wobei der derzeit vorliegende Sanierungsplan lediglich das gesetzliche Mindestanbot von 20 Prozent binnen 2 Jahren vorsieht“, heißt es weiters.
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